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Die Corona-Pandemie - Wirtschaft neu denken

Das Virus stellt Politik, Unternehmen und Mitarbeiter vor eine bisher unbekannte Herausforderung

Das Corona-Virus hat das Leben in Deutschland innerhalb weniger Tage komplett lahmgelegt. Über Wochen war ein Großteil der Geschäfte geschlossen. Seit März 2020 befinden sich Politik, Wirtschaft und die Bevölkerung in einem Ausnahmezustand, wie es ihn bisher noch nicht gab. Auch nach den ersten Lockerungen ist das Land und seine Wirtschaft noch weit von der Normalität entfernt. Nun muss der Neustart in Deutschland gelingen. Auf diesen Seiten haben wir unterschiedlichste Informationen rund um das Virus für Sie zusammengestellt.

Wichtige Antworten

Betriebsorganisation an einem Chart

Unternehmen und Mitarbeiter

Steuerrad vor Meer

Politische Maßnahmen

Geld als Zahnrad

Finanzielle Förderungen

Ärzte warnen vor zweiter Welle

Die Corona-Infektionen steigen wieder an. Mehr als 1000 neue Positiv-Meldungen gab es Anfang August. Der Ärzteverband Marburger Bund warnt deshalb bereits vor einer zweiten Corona-Welle. Gleichzeitig fürchtet die Wirtschaft einen neuen Lockdown. Dieser hätte verheerende Auswirkungen, heißt es vom Bundesverband der Deutschen Industrie. Stattdessen solle es anlassbezogene Maßnahmen in Regionen geben, in denen das Virus wieder stärker ausbricht.

Aktuell gibt es erste positive Signale vom Export. Im Juni sind die Ausfuhren wieder gestiegen - um 14,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Trotzdem ist die Wirtschaft damit noch nicht über den Berg. Im ersten Halbjahr sind die Warenausfuhren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,4 Prozent auf 576,8 Milliarden Euro eingebrochen. «Fast 90 Milliarden Euro fehlen den Exporteuren nach dem heftigen Einbruch bislang alleine im ersten Halbjahr in der Kasse», sagte Ines Kitzing, erste Vizepräsidentin des Außenhandelsverbandes BGA. «Nur mühsam kämpfen sich die Unternehmen zurück aus diesem tiefen Tal».

Das anziehende Auslandsgeschäft schob Ökonomen zufolge auch die Industrieproduktion an, die im Juni um 8,9 Prozent gegenüber dem Vormonat zulegte. Auch die Bestellungen in der Industrie waren zuletzt gestiegen.

Stufenplan bei Veranstaltungen bleibt in Kraft

Landesregierung behält Plan für Lockerungen vorerst bei

Ab dem 10. August sind im Saarland wie geplant Veranstaltungen mit maximal 900 Personen unter freiem Himmel und 450 Personen in geschlossenen Räumen möglich. Trotz steigender Infektionszahlen in Deutschland bleibt die Landesregierung damit bei den beschlossenen Erleichterungen für Vernastaltungen. Gleichzeitig bleiben Abstands- und Hygienegebote unverändert bestehen. Nach Aussagen von Regierungssprecher Alexander Zeyer gibt es aktuell keinen Anlass, den Stufenplan für Veranstaltungen außer Kraft zu setzen. "Allerdings beobachtet die Landesregierung das derzeitige Infektionsgeschehen sehr genau und behält sich vor, bei steigenden Infektionen auch die Teilnehmerzahl von Veranstaltungen wieder stärker zu begrenzen.“

 

Corona-Regeln in Luxemburg und Frankreich wieder verschärft!

Angesichts steigender Infektionszahlen verschärft Luxemburg wieder die Corona-Regeln. Das melden mehrere Luxemburger Medien nach einem Treffen des Regierungsrates am 19. Juli 2020. Nach den neuen Regeln dürfen im privaten Rahmen nur noch zehn - statt wie bisher 20 - Gäste empfangen werden. In der Gastronomie oder im öffentlichen Raum gilt dann zudem die Pflicht, am Tisch zu sitzen. Kann dabei die zwei Meter Distanz nicht eingehalten werden, muss verpflichtend eine Maske getragen werden.
Mit Sanktionen müssen positiv getestete Personen rechnen, die sich nicht an die Quarantäne-Vorschriften halten. Solche Fälle wurden im Großherzogtum zuletzt vermehrt festgestellt. Die Bußgelder sollen sich zwischen 25 und 500 Euro bewegen. Unternehmen, die von den Distanzregeln abweichen, können mit Strafen zwischen 4000 und 8000 Euro belegt werden. Die Pläne werden heute dem Parlament vorgelegt und sollen schnellstmöglich verabschiedet werden.

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen führt Frankreich ab heute eine Maskenpflicht in allen geschlossenen Räumen ein, die öffentlich zugänglich sind. Es handele sich um eine „präventive“ Maßnahme, betonte der neue Regierungschef Jean Castex am Donnerstag im Pariser Senat. Virologen in Frankreich hatten zuvor auf eine sofortige Verschärfung der Maskenpflicht gedrängt. Bislang war die Maske schon in allen Bahnhöfen Pflicht, in Zügen, öffentlichen Verkehrsmitteln (Busse, U-Bahnen, Straßenbahnen usw.), bei Taxidiensten, aber auch in Bars, Restaurants oder Kinos, bis der Gast am Tisch bzw. im Kinosessel sitzt. Ab 20.07.2020 muss nun auch in Rathäusern, Postämtern, Museen, Bibliotheken, Krankenhäusern, Präfekturen, Kirchen, Banken, Hotels, auf Märkten, in Spielhallen, Schutzhütten und Sporthallen Maske getragen werden. Gleiches gilt auch für Supermärkte und Einkaufszentren. Wer sich nicht an die Maskenpflicht hält, riskiert 135 Euro Geldstrafe. In der Region Grand Est sind die Infektionszahlen derzeit auf niedrigem Niveau. Im Département Moselle etwa kommen derzeit auf 100.000 Einwohner 1,7 Neuinfektionen (Zeitraum 6. bis 12. Juli). Das meldet das französische Gesundheitsamt.  (Quelle: SR)

Seit Ende Juni keine Maskenpflicht mehr in Restaurants

Am 29. Juni traten im Saarland weitere Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen in Kraft. Bei eingehaltenem Mindestabstand sind künftig auch wieder größere Menschenansammlungen möglich. Nun dürfen Veranstaltungen unter freiem Himmel mit bis zu 350 Personen, Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit bis zu 150 Personen stattfinden. Allerdings muss es möglich sein, den vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,5 Meter einzuhalten.

Außerdem muss der Veranstalter bei mehr als 20 Personen im Vorfeld die Polizei benachrichtigen.

Deutliche Erleichterungen gibt es in Restaurants. Hier ist jetzt nur noch die Abstandsregel dafür entscheidend, wie viele Menschen ins Restaurant, die Gaststätte oder das Hotel dürfen. Eine weitere Erleichterung: Gäste müssen keine Masken mehr tragen.Auch sind die Öffnungszeiten verlängert.

In Geschäften gilt: Pro fünf Quadratmeter darf künftig ein Kunde eingelassen werden. In kleine Lädern dürfen auf jeden Fall vier Kunden gleichzeitig. Auch die Beschränkungen für Shishabars fallen. Sie dürfen seit dem 29. Juni wieder öffnen.

Auch im Freizeitbereich gibt es weitere Lockerungen. So ist nun wieder Kontaktsport ohne Abstandsregeln mit bis zu zehn Personen möglich. Auch Chorproben können wieder stattfinden - natürlich unter Hygieneauflagen.

Die komplette Verordnung finden Sie hier

Ministerin Streichert-Clivot: „Zügig in den eingeschränkten KiTa-Regelbetrieb einsteigen“

Gemeinsame Pressemitteilung des Ministeriums für Bildung und Kultur und des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie vom 26.05.2020

 
Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot berichtete heute dem Ministerrat zum Stand der schrittweisen Wiederöffnung der saarländischen KiTas. Hierzu hatte die Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) einen Vier-Stufen-Plan beschlossen. Derzeit wird an saarländischen KiTas und Schulen die Notbetreuung weiter ausgebaut. Entsprechend des Vier-Stufen-Plans folgt darauf der Einstieg in den eingeschränkten KiTa-Regelbetrieb.
Ministerin Streichert-Clivot erklärt dazu: „Wenn sich das Infektionsgeschehen weiter so entwickelt, wie das aktuell der Fall ist, ist es mein Ziel, zügig in den eingeschränkten KiTa-Regelbetrieb einzusteigen, nach Möglichkeit bereits ab dem 8. Juni. Der Rechtsanspruch auf Betreuung muss wieder in Kraft gesetzt werden.
Mit dem bisherigen Ausbau der Notbetreuung und der teilweisen Rückkehr zum Präsenzunterricht an unseren Schulen haben wir in den letzten Wochen sehr gute Erfahrungen gemacht. Das gilt auch für die derzeit laufenden Abschluss- und Abiturprüfungen. Das hat bisher reibungslos funktioniert.
Deshalb sollten wir gemeinsam mit den Trägern den nächsten Schritt konkret in Angriff nehmen und klären, wie wir den Einstieg in den eingeschränkten Kita-Regelbetrieb schaffen. In dieser und der kommenden Woche werden dazu weitere Gespräche mit den Jugendämtern und den KiTa-Trägern geführt, um einen Rahmenplan für den Einstieg festzulegen. Klar ist, dass sehr viele Kinder und Eltern dringend darauf angewiesen sind.“
Streichert-Clivot betont, dass die konkreten Bedingungen des Einstiegs in den eingeschränkten KiTa-Regelbetrieb sowohl mit dem Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familien (MSGFF), den Gesundheits- und Jugendämtern sowie auch den Einrichtungsträgern abgestimmt werden müssen. „Den Einstieg in den eingeschränkten Regelbetrieb müssen wir sehr gründlich vorbereiten und mit allen Beteiligten abstimmen. Wir brauchen einen Rahmenplan, der für alle gilt. Denn der Infektionsschutz ist weiter wichtig und auch von einer KiTa, die schnell wieder geschlossen werden muss, hat niemand etwas.“
„Es ist uns ein großes Anliegen, dass die Kinder wieder die Möglichkeit haben in KiTas betreut zu werden um dort auch soziale Kontakte zu pflegen, die für ihre Entwicklung enorm wichtig sind.  Trotzdem gilt es auch hier Vorsicht walten zu lassen und die Wiederöffnungen langsam anzugehen. Um eine reibungslose Rückkehr zum Regelbetrieb sicher zu gestalten, bedarf es strukturierter Hygienemaßnahmen“, so Familienministerin Monika Bachmann.
Die Anzahl der in KiTas notbetreuten Kinder ist landesweit inzwischen auf über 9.100 (Stand 22. Mai) gestiegen. Am 24. April waren es knapp 2.800 Kinder. Es sind aber noch Kapazitäten vorhanden, um eine gewisse Zeit bis zum Eintritt in den eingeschränkten Regelbetrieb zu überbrücken. Eltern und Erziehungsberechtigte, die dringend einen Betreuungsplatz für ihr Kind benötigten, ermuntert die Ministerin, einen Antrag auf Notbetreuung zu stellen.