Jede vierte Person hält eine Vollzeitbeschäftigung von Müttern mit Kindern unter drei Jahren für angemessen
Ergebnisse einer Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aus dem Jahre 2022

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Eine repräsentative IAB-Befragung zeigt, dass 55 Prozent der 18- bis 60-Jährigen Teilzeitarbeit ab 15 Wochenstunden für Mütter mit Kindern unter drei Jahren für angemessen halten, während nur ein Fünftel eine externe Ganztagesbetreuung befürwortet. Im Durchschnitt wird Teilzeitarbeit rund zweieinhalb Jahre nach der Geburt akzeptiert, eine Vollzeitbeschäftigung erst ab einem Kindesalter von fast sechs Jahren. Besonders Frauen, Eltern jüngerer Kinder, Ostdeutsche und Personen mit höherem Bildungsniveau sprechen sich für eine frühere Berufsrückkehr und externe Betreuung aus.
Die Einstellungen zur Erwerbstätigkeit von Müttern und zur externen Kinderbetreuung wurden über zwölf Jahre hinweg in der IAB-Panelstudie „Arbeitsmarkt und soziale Sicherung“ untersucht. Die Ergebnisse der Befragung sind repräsentativ für 18- bis 60-Jährige in Deutschland.
Die Studie ist online abrufbar
Wirtschaftswachstum muss für die gesamte Bundesregierung Priorität haben
Wirtschaftswachstum muss für die gesamte Bundesregierung Priorität haben

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Damit bleibt die mit rund 3,8 Millionen Beschäftigten größte deutsche Industriebranche weiterhin in der konjunkturellen Talsohle. Das zeigen auch die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Produktionszahlen für November 2025. Zwar stieg die M+E-Produktion ebenfalls um 2,8 Prozent zum Vormonat, allerdings lag das Produktionsniveau im gesamten Jahreszeitraum Januar bis November 2025 1,4 Prozent unter dem Vorjahr. Gegenüber dem Vorkrisenniveau von 2018 liegt die M+E-Produktion 13 Prozent zurück.
Gesamtmetall-Chefvolkswirt Lars Kroemer: „Der Standort braucht umfassende Reformen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Nachdem im 3. Quartal 2025 das 10. Rezessionsquartal in Folge verkraftet werden musste, zeigen einzelne Konjunkturdaten für Herbst 2026 vorsichtige Hoffnungssignale. Allerdings kamen die Impulse fast ausschließlich durch einzelne staatliche Großaufträge und Vorzieheffekte infolge neuerlicher Unsicherheiten. In der weit überwiegenden Mehrheit der M+E-Unternehmen herrscht dagegen weiterhin Tristesse. Die Auftragsbestände werden desolat bewertet. Produktions- und Investitionspläne sind abwärtsgerichtet. Das Geschäftsklima ist wieder rückläufig.
Dr. Udo Dinglreiter ist neuer Gesamtmetall-Präsident
Gesamtvorstand wählte am 9. Dezember 2025 den Nachfolger von Dr. Stefan Wolf

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Dr. Udo Dinglreiter ist neuer Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall. Der Gesamtvorstand des Verbandes wählte den Mitinhaber und Geschäftsführer des Maschinen- und Anlagenbauers R. Scheuchl GmbH im bayerischen Ortenburg einstimmig zum 15. Präsident in der 135-jährigen Geschichte von Gesamtmetall. Damit ist er der zweite bayerische Gesamtmetall-Präsident nach Anton von Rieppel (1911 bis 1919) und der erste aus einem nicht tarifgebundenen Unternehmen. Dr. Dinglreiter wird das Amt zum 1. Januar 2026 antreten.
„Wir stehen am Standort Deutschland mit dem Rücken zur Wand. Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden kommt hier eine besondere Verantwortung zu. Die Tarifpartnerschaft zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist einer der wenigen verbliebenen Standortvorteile. Und wir haben keine leichte Aufgabe vor uns. Ich möchte, dass Deutschland wieder um seine Wettbewerbsfähigkeit beneidet wird, statt wie im Moment eher bemitleidet. Dazu möchte ich meinen Beitrag leisten. Meiner tiefen Überzeugung nach bilden Unternehmer und Beschäftigte eine Einheit: Nur gemeinsam können wir erfolgreich sein und wir wollen alle den unternehmerischen Erfolg”, sagte Dr. Dinglreiter nach seiner Wahl.
Studie: Staat bringt geplante Investitionen nicht auf die Straße
Fifo: Fachkräftemangel und Bürokratie hemmen den geplanten Aufschwung

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Eine aktuelle Studie des Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstituts Köln (Fifo) unter dem Titel "Viel Geld erfolgreich ausgeben" lässt Zweifel am Plan des Bundes, die Infrastruktur mit Investitionen von über 100 Milliarden Euro zu sanieren. "Der schwierige Teil kommt jetzt, wenn es darum geht, die vielen PS auf die Straße zu bringen", sagt Studienautor Michael Thöne dem Handelsblatt. Tatsichlich sei es dem Bund bisher nicht gelungen, mehr als 60 Milliarden Euro an Investitionen pro Jahr umzusetzen. Grund dafür sind der Fachkräftemangel im öffentlichen Sektor, zu viele Hemmnisse bei öffentlichen Genehmigungen und Hemmnisse durch einen eng verflochtenen "Mehr-Ebenen-Staat". Um den Aufschwung zu erreichen, müssten Dutzende Regeln vereinfacht werden, die Kommunen finanziell wieder solide ausgestattet werden und Genehmigungen beschleunigt. Dazu müssten zahlreiche Fachkräfte eingestellt werden.
Deutsche Erwerbsbevölkerung sinkt in den kommenden 40 Jahren um 23 Prozent
OECD empfiehlt längere Lebensarbeitszeit zur Sicherung der Renten

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Die OECD warnt in ihrem Bericht „Pensions at a Glance 2025“ vor einer zunehmenden Herausforderung bei der Rentenfinanzierung in Deutschland. Aufgrund des schrumpfenden Erwerbspersonenpotentials wird eine längere Lebensarbeitszeit als wesentliche Maßnahme zur Stabilisierung der Renten gesehen.
Die deutsche Nettoersatzquote wird voraussichtlich nur 53,3 Prozent betragen, was unter dem OECD-Durchschnitt von 63,2 Prozent liegt. Angesichts der bereits hohen Steuer- und Abgabenquote in Deutschland betont die OECD, dass eine Anhebung des Rentenalters entscheidend sein könnte, um die Renten auch künftig zu sichern.
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Zwei saarländische Schulen erhalten Gütesiegel für ausgezeichnete Berufsorientierung

Siegelverleihung - Foto: Jürgen Mißbach
Die Berufliche Orientierung im Saarland wird immer besser. Das hat die Initiative SCHULEWIRTSCHAFT Saarland mit der Verleihung der Berufswahl-SIEGEL an zwei saarländische Schulen bekräftigt. In diesem Jahr erhielt die Nikolaus-Groß-Schule in Lebach erstmals das Gütesiegel für eine herausragende Berufliche Orientierung. Die Graf-Anton-Schule in Wadern wurde mit einer Rezertifizierung gewürdigt. Die SIEGEL-Verleihung erfolgte am 1. Dezember mit Vertretern aller Partnerinstitutionen in der Handwerkskammer des Saarlandes. Das Berufswahl-SIEGEL wird an Schulen verliehen, die ihre Schülerinnen und Schüler im Schulalltag klassenstufenübergreifend auf den beruflichen Lebensweg vorbereiten.
Zuwanderer schließen im MINT-Bereich Fachkräftelücken

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Ohne Zuwanderung wäre die Fachkräftelücke im MINT-Bereich noch deutlich größer als aktuell. Das zeigt eine Sonderauswertung im aktuellen MINT-Report. Demnach stehen rund 153.000 internationale MINT-Absolventinnen und Absolventen, die in Deutschland studiert haben, für eine Wertschöpfung in Höhe von 14,6 Milliarden Euro. Sie stärken Innovation und Gründungen. Und verringern den Fachkräftemangel, der trotzdem immens ist: Trotz der konjunkturellen Abkühlung felen in Deutschland 148.888 Fachkräfte in den naturwissenschaftlichen und technischen Fächern.
EuGH beendet Mindestlohn-Debatte
Ein einem Urteil hat der EuGH die 60-Prozent-Regel sowie weitere zentrale Vorgaben in der europäischen Mindestlohnrichtlinie gekippt. Damit ist eine Anpassung des deutschen Mindestlohn-Gesetzes vom Tisch. Das Gericht verneint zu Recht eine direkte europäische Kompetenz für die Festlegung einheitlicher Lohnuntergrenzen. Das sind gute Nachrichten für Deutschland, denn für das Mindestlohngesetz ergeben sich so keine neuen Anpassungspflichten.
Strukturelle Benachteiligung am Standort
IG Metall und Gesamtmetall fordern unverzügliche Einführung eines Industriestrompreises

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Gesamtmetall und IG Metall fordern die unverzügliche Einführung eines Industriestrompreises, um die strukturelle Benachteiligung am Standort Deutschland zu beenden. Beide betonen die Dringlichkeit für die Metall- und Elektro-Industrie.
Die energieintensive Industrie in Deutschland steht unter massivem Wettbewerbsdruck. Während Länder wie Frankreich, Schweden oder die USA ihren Unternehmen durch staatlich regulierte oder subventionierte Strompreise deutliche Kostenvorteile verschaffen, zahlen deutsche Betriebe mit die höchsten Industriestrompreise in Europa. Diese strukturelle Benachteiligung gefährdet nicht nur Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Inland, sondern auch die Zukunftsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland.

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Wie entwickelt sich die Konjunktur der M+E-Industrie?
Anhaltende Tristesse zum Jahresende - Großaufträge kommen nicht in nötiger Breite an
- Die M+E-Neuaufträge profitierten im Herbst erneut von größeren Bestellungen aus dem Verteidigungsbereich. Im November legten sie um 6,5 Prozent zum Vormonat zu. Auch im aussagekräftigerem Dreimonatsvergleich gab es ein Plus von 5,8 Prozent. Ohne den Sonst. Fahrzeugbau gab es allerdings nur eine leichte Stabilisierung (+0,9 Prozent), obwohl im November auch Großaufträge bei Waffen & Munition (WZ H. v. Metallerzeugnissen) verbucht wurden. Die M+E-Unternehmen beurteilten ihre Nachfrage zuletzt dagegen wieder schwächer. Die Bewertung der Auftragsbestände ist fast unverändert negativ und die Auslastung weit unterdurchschnittlich.
- Die M+E-Umsätze verzeichneten im November ein Plus von 2,8 Prozent zum Vormonat. Das war zwar der zweite Monat in Folge mit einem Zuwachs, der kräftige Dämpfer vom Sommer ist aber noch nicht kompensiert. Im Dreimonatsvergleich ergibt sich ein Minus von 2,2 Prozent (nominal) bzw. 2,7 Prozent (preisbereinigt).
- Die M+E-Produktion legte im November um vrl. 2,8 Prozent zum Oktober zu. Das Monatsplus wurde von einer überraschend hohen Produktion bei Automotive getragen, obwohl die VDA-Zahlen zur inländischen Pkw-Produktion eine Seitwärtsbewegung zeigten. Im Dreimonatsvergleich stieg die Produktion mit 1,4 Prozent an, wozu insbesondere die Elektroindustrie beitrug.
- Die Zahl der M+E-Beschäftigten lag im November mit 3,807 Mio. um 2,6 Prozent (-102.600 Arbeitsplätze) unter dem Vorjahr. Saisonbereinigt wurde ein Minus von 0,2 Prozent bzw. 7.300 Arbeitsplätzen verzeichnet. Die Pläne zum Personalabbau überwogen auch im Januar weiterhin deutlich. Seit 2019 sind über 250.000 M+E-Arbeitsplätze verloren gegangen.
- Das M+E-Geschäftsklima hellte sich im Januar leicht auf, blieb mit -10 Punkten aber weiterhin im Rezessionsbereich. Sowohl die Erwartungen als auch die aktuelle Lage wurden weniger negativ als im Dezember bewertet, wozu vor allem optimistischere Exportpläne beitrugen. Allerdings war die Umfrage überwiegend vor den neuerlichen US-Zolldrohungen.
- Die Wettbewerbsposition zum Ausland wurde auch zum Jahresstart – vor allem gegenüber außereuropäischen Standorten – überwiegend negativ bewertet. Die Abstände zu Welthandel und globaler Industrieproduktion vergrößerten sich im Q3-2025 weiter. Die privaten Ausrüstungsinvestitionen gaben auch 2025 weiter nach. Die Investitionspläne sind zudem weiternegativ. Der Standort ist nachhaltig geschädigt, ohne mutige Strukturreformen setzt sich die Deindustrialisierung fort.
Zum ausführlichen Bericht "Konjunktur konkret 1/2026" von Gesamtmetall
Werkwandel: Ausgabe 3/2025 des ifaa-Magazins - Künstliche Intelligenz
Die Ausgabe 3/2025 des Magazins "Werkwandel" steht laut ifaa im Zeichen der Künstlichen Intelligenz; weitere Themen sind
- Vordenker-Interview: Katharina Hölzle (Fraunhofer IAO) über Chancen und Herausforderungen von KI.
- Arbeitswelt vor Ort: Praxisberichte u. a. zur digitalen Personaleinsatzplanung bei SCHOTT, Teilqualifikation bei BOMAG und Zeiterfassung in Gleitzeitsystemen.
- Wissenschaft direkt: Projekt WIRKsam zur Einführung von KI im Rheinischen Revier.
- Arbeitswelt gestalten: Beiträge zu inklusiver Arbeitsweltgestaltung (IIDEA) und neuen Kennzahlen für bessere Kooperation (Relynk).
- Arbeitsrecht: Der Weg zum papierlosen Arbeitsrecht.
Werkhandel erscheint als interaktives E-Paper, gefüllt mit Interviews, Berichten zu vielfältigen Themen und steht allen Interessierten unter www.werkwandel.de kostenlos zur Verfügung.
ME Saar Jahresbericht 2024/2025
Der diesjährige Jahresbericht zeigt Ausschnitte der Tätigkeitsbereiche, die unsere Arbeit in 2024/2025 geprägt haben und auch für die kommende Zeit bedeutend sind. Neben dem erzielten Tarifabschluss haben wir uns zur Stärkung unseres Standortes u.a. mit den Themen der Transformation und der Verbesserung der Wettbewerbsbedingungen beschäftigt.
Mit den politischen Veränderungen nach dem Ampel-Aus haben wir die Hoffnung, dass vor allen Dingen für unsere Unternehmen und ihre Mitarbeiter eine Wirtschaftswende möglich ist. Was davon am Ende umgesetzt wird, und ob es auch zur dringend notwendigen Erholung kommt, werden die kommenden Monate und Jahre zeigen. Das Saarland durchlebt derzeit eine schwierige Phase. Viele Umbrüche, auf die sie keinen Einfluss haben, setzen den Unternehmen zu. Nicht selten sind Anpassungen nötig.
Als Verband stehen wir unseren Mitgliedern beratend zur Seite und kämpfen auch im Dialog mit der Politik für bessere Rahmenbedingungen.
75 Jahre ME Saar - eine Zeitreise in Bildern
Am 6. April 1948 ist der Arbeitgeberverband der Eisen- und Metallindustrie des Saarlandes im Saarbrücker Rathaussaal gegründet worden. Es ist die Geburtsstunde von ME Saar. In einer Bildergalerie finden Sie Impressionen aus der Anfangszeit unseres Verbandes - mit dem politischen und gesellschaftlichen Bedingungen im Land.

Aktiv - immer über die Branche informiert
Die M+E-Zeitung für Beschäftigte in unseren Mitgliedsunternehmen
Die Wirtschaftszeitung Aktiv informiert regelmäßig über Neuigkeiten aus der Branche. Aktiv-Leser wissen besser über die Wirtschaft Bescheid und verstehen die Zusammenhänge, die in unserer Marktwirtschaft gelten. Die Zeitung die Beschäftigte im Unternehmen, zuhause oder online lesen können, berichtet über konjunkturelle Themen ebenso wie über ungewöhnliche Ideen in den Betrieben.
Aktuelle Nachrichten von aktiv lesen Sie hier.
Unsere Leistungen für Sie
IWD - volkswirtschaftliche Entwicklungen in Kürze
In der Volkswirtschaft geht nichts einfach. Viele Entwicklungen bedingen sich gegenseitig, so dass geänderte Rahmenbedingungen häufig mit Nebenwirkungen einhergehen. Wer sich für volkswirtschaftliche Entwicklungen interessiert, findet mit dem IWD-Newsletter eine interessante Sammlung aktueller Entwicklungen - übersichtlich und schnell erklärt.


