Leere Bänke in einer Schulklasse, Foto: istock/Global Stock iStock-155096737_Global_Stock.jpg

Bologna stellt einen Systemwechsel im Lernen dar

Bachelor und Master haben Diplom abgelöst

1999 - zum Ende des vergangenen Jahrtausends - haben 29 europäische Bildungsminister in Bologna eine Erklärung unterzeichnet, die das Bildungssystem in Europa neu geordnet hat. Ziel der Reform war es, die Studiengänge in Europa zu vereinheitlichen und Abschlüsse vergleichbar zu machen. Damit sollte auch gesichert werden, dass Studierende in Europa mobiler werden und ein einheitlicher eruopäischer Hochschulraum entsteht.

Wesentliche Elemente von Bologna sind ein zweistufiges Systemtem von Berufsabschlüssen - Bachelor und Master - System, ein Leistungsnachweis über das European Credit Transfer System, eine fortlaufende Qualitätssicherung im Hochschulbereich und vor allem in Deutschland eine Ausrichtung der Studiengänge auf die Bedürfnisse am Arbeitsmarkt.

Die Bologna-Reform hat auch Kritiker auf den Platz gerufen. Ihr Vorwurf: Die Reformer hätten über die europäische Ebene Prozesse und Reformziele durchgesetzt, die sie auf nationaler Ebene nicht hätten realisieren können. Dabei hätte letztlich weniger der Gedanke der euroäischen Einigkeit im Vordergrund gestanden als Einzelinteressen. Im Rückblick jedoch bewertet die Mehrheit die Reform positiv.

Zehn Jahre nach der Unterzeichnung der Bologna-Erklärung haben die Bildungsminister der Bologna Teilnehmerstaaten Bilanz gezogen und Perspektiven für die nächsten Jahre diskutiert. Die wichtigsten Ergebnisse der Konferenz fassen wir im Folgenden zusammen:

Vor dem Hintergrund der schwierigen wirtschaftlichen Entwicklung unterstreichen die Minister die Schlüsselrolle der Hochschulen für die wirtschaftliche Erholung und Entwicklung.

Die Konferenz betont, dass die im Rahmen der Bologna-Erklärung 1999 gesetzten Ziele nach wie vor gültig sind und dass die Implementierung dieser Ziele Vorrang hat vor der Formulierung neuer Ziele. Hinsichtlich der Modernisierung der Hochschulen und der Schaffung eines Europäischen Hochschulraumes werden vor allem folgende Ergebnisse hervorgehoben:

  • dreistufige Studienstruktur,
  • Europäische Standards und Leitlinien für die Qualitätssicherung (ESG European Standards and Guideline for Quality Assurance),
  • Europäisches Register für Qualitätssicherungsagenturen (EQAR European Quality Assurance Register for Higher Education),
  • Nationale Qualifikationsrahmen in Verbindung mit dem Europäischen Qualifikationsrahmen (basierend auf Lernergebnissen und Arbeitsbelastung der Studierenden),
  • Diploma Supplement und European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS).

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