ME Saar übernimmt Pilotabschluss aus Baden-Württemberg

Der Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes hat den Pilotabschluss von Baden-Württemberg weitgehend übernommen. ME Saar hatte gemeinsam mit den Arbeitgeberverbänden aus M+E MITTE (Saarland, Rheinland-Pfalz, Rheinhessen, Hessen) mit der IG Metall Mitte verhandelt. ME-Saar Präsident Oswald Bubel sprach bei der Tarifverhöhung von 8,5 Prozent von einer hohen Belastung für die Unternehmen. Wichtig sei aber eine lange Laufzeit, die erreicht werden konnte. Weitere wichtige Punkte sind Bubel zufolge die automatische Differenzierung sowie die Option, die steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichsprämie je nach Ertragslage flexibel auszuzahlen.

Pressemitteilung zur Übernahme

Presseerklärung Gesamtmetall

Oswald Bubel: Tarifabschluss bietet Planungssicherheit

ME-Zeitung zum Tarifabschluss erschienen

Mehr Geld in zwei Stufen für die Beschäftigten, Planungssicherheit für die Betriebe: Das bringt der Tarifabschluss 2022 für die Metall- und Elektro-Industrie (M+E). „In einem Umfeld von Rezession, Preisdruck auf Beschäftigte wie Unternehmen, Corona und Krieg schaffen wir damit langfristige
Planbarkeit für alle Beteiligten und setzen ein deutliches Zeichen der Zuversicht“, betont Gesamtmetall-Präsident Dr. Stefan Wolf. Der Abschluss sei ein Vorschuss auf das Wachstum, auf das die Unternehmen ab 2024 wieder hoffen.

In einer Sonderausgabe erklärt die ME-Zeitung den Tarifabschluss. Zur Zeitungsausgabe gelangen Sie hier

Deutschland verliert Wettbewerbsfähigkeit

Die stark gestiegenen Lohnstückkosten in Deutschland gefährden die Wettbewerbsfähigkeit. Vor allem die hohen Forderungen in den aktuellen Tarifrunden treiben diese Kosten weiter in die Höhe. Die deutsche Industrie wird zugleich von steigenden Energie- und Arbeitskosten und einem Konjunktureinbruch in die Zange genommen. Im internationalen Vergleich steht das Land damit als Standort immer schlechter da - trotz der vergleichweise noch hohen Produktivität. Neben den hohen Tarifforderungen belasten auch die Zusatzkosten durch hohe Sozialbeiträge. Es ist bereits absehbar, dass die Marke von 40 Prozent überschritten wird.

Mehr Infos beim Institut der Deutschen Wirtschaft:

Lohnstückkosten im internationalen Vergleich

ME Saar bewertet ZF-Investition als gutes Signal für den Standort

Saarbrücken wird Leitwerk für E-Mobilität

Die Investition in neue Produkte der E-Mobilität am ZF-Standort in Saarbrücken wertet Martin Schlechter, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME Saar), als gutes Zeichen für das Saarland. „ZF liefert ein Beispiel, wie Transformation funktionieren kann“, sagt Schlechter. „Der Getriebehersteller wandelt sich durch die aktuellen Investitionen sukzessive zum Spezialist für E-Antriebe. Mit dem gemeinsamen Engagement des Unternehmens, des Landes und der Belegschaft wird so Beschäftigung langfristig gesichert.“

ZF-Vorstandsmitglied Stephan von Schuckmann hat die Pläne des Unternehmens für das Werk in Saarbrücken am Montag vorgestellt. Demnach soll dafür gesorgt werden, rein elektrische Antriebssysteme im Saarland wettbewerbsfähig anzusiedeln. Bereits 2023 soll die Prototypfertigung für elektrische Achsen beginnen, 2024 soll die Serienfertigung starten. ZF investiert dafür einen dreistelligen Millionenbetrag in den Standort. Parallel zum langfristigen Auslauf der klassischen Getriebe wird Saarbrücken zum Leitwerk für elektrische Antriebssysteme ausgebaut. Die Landesregierung flankiert die Investitionen ebenfalls über Fördermittel in dreistelliger Millionenhöhe. Auch die Beschäftigten beteiligen sich über einen Zukunftsfonds. Dieser wird bis zu 25 Millionen Euro pro Jahr für Investitionen in Zukunftstechnik beisteuern. Schuckmann zufolge hat das Unternehmen weltweit Aufträge im Wert von über 25 Milliarden Euro im Bereich der E-Mobilität gewinnen können. Davon soll möglichst viel im Saarland umgesetzt werden, sagte der Saarbrücker Betriebsratvorsitzende Mario Kläs. Das Saarbrücker ZF-Werk ist mit aktuell 9000 Mitarbeitern einer der größten Standorte des Konzerns.

 

Werkwandel: Dritte Ausgabe des neuen Magazins für angewandte Arbeitswissenschaft

Veränderte Prozesse, Strukturen, Produkte und vor allen Dingen die Art und Weise, wie Menschen künftig zusammenarbeiten - auf allen Ebenen des täglichen Lebens spüren wir den Wandel. Abläufe in den Unternehmen ändern sich, gesetzliche und gesellschaftliche Vorgaben haben Einfluss auf unser Leben. Dem Wandel in der Wirtschaft und im Arbeitsleben widmet sich das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa) mit seinem neuen Magazin "Werkwandel".

Die dritte Ausgabe hat folgende Berichte und Themen zum Inhalt:
Vordenker › Frank Voßloh (Viessmann) über die Energiekrise & mehr /  Arbeitswelt vor Ort › Zwei Jahre Corona und Kurzarbeit: Erfahrungen der M+E-Industrie / Wissenschaft direkt › Mit KI das Wissen der Babyboomer sichern › humAIn work.lab — KI im Arbeitsalltag › Studie zum Innovationsmanagement › ifaa-Trendbarometer › Zukunftsgespräch: KMU-Einstieg ins Internet der Dinge / Arbeitswelt gestalten › Digitale Personalakte › Normen für KI in der Arbeitswelt › Hybride Wertschöpfung spielerisch erleben › Neue Handlungshilfe zur psychischen Belastung

Werkhandel erscheint als interaktives E-Paper, gefüllt mit Interviews, Berichten zu vielfältigen Themen und steht allen Interessierten unter www.werkwandel.de kostenlos zur Verfügung.

Unternehmen sind mit massiven Kostensteigerungen konfrontiert

Firmen, die die Kosten nicht weitergeben können, stellen Investitionen zurück

Die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) sind mit massiven Kostensteigerungen konfrontiert. In einer aktuellen Umfrage unter den Gesamtmetall-Mitgliedsunternehmen erklären 94 Prozent aller Betriebe, davon betroffen zu sein, 80 Prozent in substanziellem Umfang. Gerade einmal ein Prozent aller M+E-Firmen ist in der Lage, die Kostensteigerungen durch Preiserhöhungen vollständig an die Kunden weiterzugeben.
Ein Fünftel sieht angesichts der Entwicklungen sogar eine wirtschaftliche Gefährung des eigenen Unternehmens. In der Folge rechnen drei Viertel aller Unternehmen der Branche mit einem Rückgang der Erträge. Trotz der Herausforderungen des Strukturwandels sind die Firmen gezwungen, bei Investitionen zu sparen: Über die Hälfte muss diese reduzieren oder verschieben.

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Zu den Befragungsergebnissen
 

Branche blickt mit Ungewissheit nach vorne

Wohin geht die Reise in der deutschen M+E-Industrie? Angesichts der zwei zurückliegenden Corona-Jahre mit weiteren zu erwartenden Wellen, angesichts der Störungen in den Lieferketten und massiven Problemen bei der Materialbeschaffung und angesichts einer neuen Unsicherheit durch den Russland-Ukraine-Krieg fahren viele Unternehmen auf Sicht. Es ist zum Glück gelungen, viele Unternehmen am Laufen und die Belegschaften an Bord zu halten. Nun geht es darum, Freiräume für die Investitionen zu schaffen, die angesichts des Strukturwandels nötig sind.

Die aktuelle M+E Zeitung wirft einen Blick auf die Situation der Branche und zieht Bilanz.

 

 

M+E-Entgelte liegen über den Durchschnitt

Anstieg übertraf mehrere Jahre die Teuerung

Der langjährige Anstieg der M+E-Entgelte sorgt dafür, dass die Beschäftigten der Branche über Jahre immer mehr in der Tasche hatten. Viele Jahre lang sind die Realeinkommen gewachsen. Das ändert nichts daran, dass aktuell die Preise massiv steigen, insbesondere für Energie. Doch kann sich die Lage mittelfristig auch wieder beruhigen. Das hängt auch vom weiteren Verlauf der Tarifrunden 2022 ab: Versuchen die Gewerkschaften, kräftige Lohnsteigerungen durchzusetzen, droht eine Lohn-Preis-Spirale.
Ginge am Ende das wirtschaftliche Wachstum komplett in die Knie, gäbe es nur Verlierer.

Zeitenwende - Corona, Homeoffice, Ukraine-Krieg, De-Globalisierung

Der Jahresbericht 2021/2022 blickt auf die Herausforderungen und den Wandel der Branche

Das Jahr 2021 war vor allem durch ein Thema bestimmt: das Corona-Virus und all die Veränderungen, die es für die Wirtschaft mit sich bringt. In unserem Jahresbericht zeigen wir auf, wie das Virus unsere Arbeit und das tägliche Leben unserer Mitgliedsfirmen beeinflusst. Neben Corona haben weitere Themen unsere Arbeit bestimmt: So haben wir trotz der Einschränkungen durch die Pandemie einen der schwierigen Zeit angemessenen Tarifabschluss erreicht. Doch die Zeiten bleiben fordernd: Dekarbonisierung, Digitalisierung, Demografie und De-Globalisierung sind die großen Themen der kommenden Jahre. Und der Ukraine-Krieg bringt hier noch eine Beschleunigung, wenn er das bisher stabile Wirtschaften durch zusätzlich gestörte Lieferketten, Materialmangel und hohe Energiepreise infrage stellt. Diese und weitere Themen lesen Sie im Jahresbericht des ME Saar 2021/2022.

ME-Mitgliederversammlung in unsicheren Zeiten

Hohe Energiekosten belasten die Unternehmen

Angesichts der hohen Energiepreise, der Corona-Lage und des Ukraine-Kriegs blicken die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in eine unsichere Zukunft. Vor allem die drohende Gasmangellage macht den Unternehmen Sorgen. Jüngste Meldungen über Störungen in der Versorgung über die Ukraine zeigen, wie labil die Situation ist. Die ausreichende Befüllung der Gasspeicher bis zum Winter scheint noch unsicher zu sein. Der Verband der Metall- und Elektroindustrie im Saarland trägt die Sanktionen im Zuge des Ukraine-Konflikts mit. Er warnt jedoch vor einem Gasembargo, das unkalkulierbare Risiken mit sich bringe. Ein Dominoeffekt könnte einen Großteil der Industrie lahm legen. Jüngste Gutachten gehen von einem zweistelligen Rückgang der Wirtschaftsleistung aus.

Stipendium wird alle zwei Jahre vergeben

Oswald Bubel gibt Startschuss für Kunstpreis Andrea Neumann

Bei einer Gedenkausstellung für die gestorbene Saarbrücker Künstlerin Andrea Neumann im Künstlerhaus Saarbrücken hat ME-Saar-Präsident Oswald Bubel den von der Stiftung ME Saar und dem Künstlerhaus gemeinsam initiierten "Kunstpreis Andrea Neumann" angekündigt. Der Kunstpreis ist anlässlich der Ausstellung "An der Schwelle zur Abstraktion" offiziell ausgeschrieben worden. Bewerbungen sind bis zum 31. Juli möglich. Der Preis wendet sich an Künstler oder Kuratoren aus dem Saarland und der Großregion. Er ist als Kunst-Stipendium mit 5000 Euro dotiert und dient dazu, ein vorgestelltes Projekt zu realisieren. Zusätzlich zum Preisgeld erhält der Preisträger Materialkosten. Am Ende der Werkphase folgt eine Ausstellung im Künstlerhaus sowie ein Begleitkatalog. Oswald Bubel, der auch Vorstandsvorsitzender der Stiftung ME Saar ist, würdigte bei der Ausstellungseröffnung in seiner Rede die Künstlerin Andrea Neumann, der der Preis gewidmet ist. Mit ihrem Malstil, der das Figürliche in den Hintergrund treten ließ, um durch Andeutungen und Hinweise Gesamtsituationen entstehen zu lassen, habe sie eindrucksvolle und bleibende Stimmungsbilder entstehen lassen.

Zu der Ausschreibung

Aktiv - immer über die Branche informiert

Die M+E-Zeitung für Beschäftigte in unseren Mitgliedsunternehmen

Die Wirtschaftszeitung Aktiv informiert regelmäßig über Neuigkeiten aus der Branche. Aktiv-Leser wissen besser über die Wirtschaft Bescheid und verstehen die Zusammenhänge, die in unserer Marktwirtschaft gelten. Die Zeitung die Beschäftigte im Unternehmen, zuhause oder online lesen können, berichtet über konjunkturelle Themen ebenso wie über ungewöhnliche Ideen in den Betrieben.

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In der Volkswirtschaft geht nichts einfach. Viele Entwicklungen bedingen sich gegenseitig, so dass geänderte Rahmenbedingungen häufig mit Nebenwirkungen einhergehen. Wer sich für volkswirtschaftliche Entwicklungen interessiert, findet mit dem IWD-Newsletter eine interessante Sammlung aktueller Entwicklungen - übersichtlich und schnell erklärt.

Unsere Dachverbände und Partner-Initiativen

Als starker Verband wirken wir nicht nur vor Ort im Saarland, sondern engagieren uns gemeinsam mit unseren Dachverbänden und Partnern auch für Ordnungspolitik und eine ausgewogene Soziale Marktwirtschaft im Bund. Damit der Wirtschaftsstandort Deutschland auch künftig konkurrenzfähig bleibt.