AW-Forum bringt Austausch zu neuen Entwicklung der Arbeitswissenschaft

Reges Interesse bei Veranstaltung der Verbände von M+E MITTE

Mehr als 150 Teilnehmer haben sich am 12. Juli 2022 in der Alten Lokhalle in Mainz zusammengefunden, um sich beim 12. Arbeitswissenschaftlichen Forum über die neuesten Entwicklungen in der Arbeitswissenschaft zu informieren. Wie funktioniert moderne Personalführung? Bringt HR Tech den erwünschten Mehrwert? Und wie lässt sich eine historisch gewachsene Organisation modern und neu aufstellen? Das waren nur einige Fragen, mit denen sich die Unternehmensvertreter und Personalverantwortlichen beim Arbeitswissenschaftlichen Forum beschäftigten. Das Arbeitswissenschaftliche Forum ist eine Veranstaltung der Verbände von M+E MITTE im Saarland, Rheinland-Pfalz, Rheinhessen und Hessen.

Mitglieder können sich im geschützten Bereich die Präsentationen herunterladen.

AW-Forum 2022

Film zum AW-Forum

Unternehmen sind mit massiven Kostensteigerungen konfrontiert

Firmen, die die Kosten nicht weitergeben können, stellen Investitionen zurück

Die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) sind mit massiven Kostensteigerungen konfrontiert. In einer aktuellen Umfrage unter den Gesamtmetall-Mitgliedsunternehmen erklären 94 Prozent aller Betriebe, davon betroffen zu sein, 80 Prozent in substanziellem Umfang. Gerade einmal ein Prozent aller M+E-Firmen ist in der Lage, die Kostensteigerungen durch Preiserhöhungen vollständig an die Kunden weiterzugeben.
Ein Fünftel sieht angesichts der Entwicklungen sogar eine wirtschaftliche Gefährung des eigenen Unternehmens. In der Folge rechnen drei Viertel aller Unternehmen der Branche mit einem Rückgang der Erträge. Trotz der Herausforderungen des Strukturwandels sind die Firmen gezwungen, bei Investitionen zu sparen: Über die Hälfte muss diese reduzieren oder verschieben.

Zur vollen Meldung

Zu den Befragungsergebnissen
 

Branche blickt mit Ungewissheit nach vorne

Wohin geht die Reise in der deutschen M+E-Industrie? Angesichts der zwei zurückliegenden Corona-Jahre mit weiteren zu erwartenden Wellen, angesichts der Störungen in den Lieferketten und massiven Problemen bei der Materialbeschaffung und angesichts einer neuen Unsicherheit durch den Russland-Ukraine-Krieg fahren viele Unternehmen auf Sicht. Es ist zum Glück gelungen, viele Unternehmen am Laufen und die Belegschaften an Bord zu halten. Nun geht es darum, Freiräume für die Investitionen zu schaffen, die angesichts des Strukturwandels nötig sind.

Die aktuelle M+E Zeitung wirft einen Blick auf die Situation der Branche und zieht Bilanz.

 

 

M+E-Entgelte liegen über den Durchschnitt

Anstieg übertraf mehrere Jahre die Teuerung

Der langjährige Anstieg der M+E-Entgelte sorgt dafür, dass die Beschäftigten der Branche über Jahre immer mehr in der Tasche hatten. Viele Jahre lang sind die Realeinkommen gewachsen. Das ändert nichts daran, dass aktuell die Preise massiv steigen, insbesondere für Energie. Doch kann sich die Lage mittelfristig auch wieder beruhigen. Das hängt auch vom weiteren Verlauf der Tarifrunden 2022 ab: Versuchen die Gewerkschaften, kräftige Lohnsteigerungen durchzusetzen, droht eine Lohn-Preis-Spirale.
Ginge am Ende das wirtschaftliche Wachstum komplett in die Knie, gäbe es nur Verlierer.

Technik ausprobieren und Experimentieren

Unternehmen informieren Schüler am Aktionstag über berufliche Perspektiven

„Lip care meets mechatronics“ und „Mensch und Roboter – das Dreamteam!“ sind nur zwei der acht Workshops, in denen Schülerinnen am 24. September 2022 von 10 bis 16 Uhr im Quartier Eurobahnhof Saarbrücken ihr handwerklich-technisches Geschick testen können. Zudem lernen sie mögliche Berufs- und Lebenswege kennen und erfahren etwas über Chancen und Herausforderungen in der Branche aus erster Hand. Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Drei Unternehmen der saarländischen Metall- und Elektroindustrie sind am Aktionstag „Für Technik begeistern“ vertreten: In einem Projekt der Firma Robert Bosch setzen die Schülerinnen elektropneumatische Systeme in Gang. Einen Einblick in die Getriebe-Anwendungsentwicklung und das neue Ausbildungszentrum in Saarbrücken gewährt ihnen ZF. Durch Löten, Montieren, Konstruieren und Verpacken lernen die Teilnehmerinnen den Herstellungsprozess eines LED-Würfels bei Hydac kennen. Wissenswertes über Ausbildungsmöglichkeiten und Berufsbilder in der Metall- und Elektroindustrie im Allgemeinen bietet der M+E-InfoTruck. Der Aktionstag findet im Auftrag des Verbands der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes statt. Teilnehmen können Schülerinnen aller saarländischen Schulen oder mit Wohnort im Saarland ab 14 Jahren

Programm und Anmeldung: alwis-saarland.de/aktionstag

Oswald Bubel: M+E-Industrie blickt mit Unsicherheit in die Zukunft

Angesichts der weiter anhaltenden Corona-Pandemie, des Konflikts in der Ukraine und der kritischen Lage rund um die Energieversorgung steht die Wirtschaft im Saarland vor einer unsicheren Zukunft. „Vor allem mit Blick auf den kommenden Herbst und Winter gibt es in den Unternehmen eine hohe Sensibilität“, sagte Oswald Bubel, Präsident des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME Saar), im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Verbandes. Viele Unternehmen erwarteten, dass sich die wirtschaftliche Lage in den kommenden Monaten erneut verschlechtere. Durch die Corona-Pandemie seien die Betriebe unter Druck geraten. Trotz voller Auftragsbücher stocke die Produktion, weil wichtige Teile nicht verfügbar sind. „Die Corona-Ausbrüche in China und die damit verbundenen Lockdowns verschärfen die Situation noch einmal“, sagt Bubel. Die labile Lage an den Energiemärkten trage zu weiterer Verunsicherung der Unternehmen bei.

Landesregierung muss Rahmen setzen

Zeitenwende - Corona, Homeoffice, Ukraine-Krieg, De-Globalisierung

Der Jahresbericht 2021/2022 blickt auf die Herausforderungen und den Wandel der Branche

Das Jahr 2021 war vor allem durch ein Thema bestimmt: das Corona-Virus und all die Veränderungen, die es für die Wirtschaft mit sich bringt. In unserem Jahresbericht zeigen wir auf, wie das Virus unsere Arbeit und das tägliche Leben unserer Mitgliedsfirmen beeinflusst. Neben Corona haben weitere Themen unsere Arbeit bestimmt: So haben wir trotz der Einschränkungen durch die Pandemie einen der schwierigen Zeit angemessenen Tarifabschluss erreicht. Doch die Zeiten bleiben fordernd: Dekarbonisierung, Digitalisierung, Demografie und De-Globalisierung sind die großen Themen der kommenden Jahre. Und der Ukraine-Krieg bringt hier noch eine Beschleunigung, wenn er das bisher stabile Wirtschaften durch zusätzlich gestörte Lieferketten, Materialmangel und hohe Energiepreise infrage stellt. Diese und weitere Themen lesen Sie im Jahresbericht des ME Saar 2021/2022.

ME-Mitgliederversammlung in unsicheren Zeiten

Hohe Energiekosten belasten die Unternehmen

Angesichts der hohen Energiepreise, der Corona-Lage und des Ukraine-Kriegs blicken die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in eine unsichere Zukunft. Vor allem die drohende Gasmangellage macht den Unternehmen Sorgen. Jüngste Meldungen über Störungen in der Versorgung über die Ukraine zeigen, wie labil die Situation ist. Die ausreichende Befüllung der Gasspeicher bis zum Winter scheint noch unsicher zu sein. Der Verband der Metall- und Elektroindustrie im Saarland trägt die Sanktionen im Zuge des Ukraine-Konflikts mit. Er warnt jedoch vor einem Gasembargo, das unkalkulierbare Risiken mit sich bringe. Ein Dominoeffekt könnte einen Großteil der Industrie lahm legen. Jüngste Gutachten gehen von einem zweistelligen Rückgang der Wirtschaftsleistung aus.

Werkwandel: Zweite Ausgabe des neuen Magazins für angewandte Arbeitswissenschaft

Veränderte Prozesse, Strukturen, Produkte und vor allen Dingen die Art und Weise, wie Menschen künftig zusammenarbeiten - auf allen Ebenen des täglichen Lebens spüren wir den Wandel. Abläufe in den Unternehmen ändern sich, gesetzliche und gesellschaftliche Vorgaben haben Einfluss auf unser Leben. Dem Wandel in der Wirtschaft und im Arbeitsleben widmet sich das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa) mit seinem neuen Magazin "Werkwandel". 

In den Berichten geht es um eine menschengerechte Arbeitswelt, in der Beschäftigte produktiv, gesund und motiviert wirken können, sowie um die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, in denen sie arbeiten.

Werkhandel erscheint als interaktives E-Paper, gefüllt mit Interviews, Berichten zu vielfältigen Themen und steht allen Interessierten unter www.werkwandel.de kostenlos zur Verfügung.

ME-Präsidium tagt in der htw

Gremium besichtigt das Förderprojekt "Testfeld Digitalisierung in der Produktion"

Die Präsidiumssitzung des Verbands der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME Saar) fand Anfang Mai in den Räumen der Hochschule für Technik und Innovation statt. Anlass war eine Besichtigung des Projekts "Testfeld Digitalisierung in der Produktion", das von der Stiftung ME Saar mit einer Million Euro gefördert wird. Das Testfeld Digitalisierung hat die Aufgabe, Studenten Technik der Industrie 4.0 nahezubringen. Intelligente System werden dort durch optische Erkennungen und spezielle Codierungen gesteuert, Arbeitsschritte aufeinander abgestimmt. Studenten erhalten dort praxisorientiertes Wissen nahe an realen Industrie-Anwendungen. Bereits der erste Ausbauschritt des Testfelds Digitalisierung wurde durch die Metall- und Elektroindustrie im Saarland gefördert. Im zweiten Ausbauschritt soll der Lebenszyklus im Rahmen der Modell-Produktion von der Montage bis zum Recycling bearbeitet werden.

M+E-Branche erwartet erhebliche Belastungen durch den Russland-Ukraine-Krieg

Die Unternehmen der M+E-Industrie sehen angesichts der Liefereinschränkungen und Preissteigerungen infolge des Ukraine-Krieges und der verbundenen Sanktionen erhebliche Belastungen auf sich zukommen. Wichtige Zulieferungen fallen aus, die Energiepreise steigen und Lieferketten auch in andere Länder sind gestört. Die Betriebe erwarten Kostensteigerungen im Einkauf ebenso wie Materialknappheit. ME-Saar-Hauptgeschäftsführer geht davon aus, dass vor allem Zweitrundeneffekte wie teurere Vorprodukte und eine steigende Inflation zu einer zusätzlichen Belastung werden. Gleichzeitig betont er, dass die M+E-Industrie geschlossen hinter der Sanktionspolitik steht. „Der Angriffskrieg Russlands auf ein demokratisches Nachbarland ist nicht zu rechtfertigen. Wirtschaftlicher Druck ist ein wichtiges Mittel in der aktuellen Auseinandersetzung mit Russland. Neben allen wirtschaftlichen Verwerfungen steht vor allem das Leid der von diesem Krieg betroffenen Menschen im Vordergrund“, sagt Schlechter.

Welche Auswirkungen die M+E-Branche erwartet

Umfrageergebnisse Präsentation

Verbände schalten Internet-Seite zur Ukraine-Hilfe frei

Die deutsche Wirtschaft lehnt den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine entschieden ab. In zahlreichen Statements haben das die Wirtschaftsverbände sowie einzelne Vertreter der Wirtschaft öffentlich deutlich gemacht.Jetzt geht es darum, konkrete Hilfe zu organisieren und mit den Folgen von Flucht, Sanktionen und unterbrochenen Lieferketten umzugehen. Hierfür haben die vier Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft eine gemeinsame Website eingerichtet.

Auf www.WirtschaftHilft.info informieren die Verbände über Möglichkeiten zu spenden, beantworten Fragen zu Sanktionen, Wirtschaftshilfen, Kurzarbeitergeld und der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten. Gleichzeitig soll das Engagement der Arbeitgeber und ihrer Beschäftigten in Deutschland sichtbar werden. Beispiele dafür werden auf der Internetseite erscheinen.

M+E-Industrie fordert Senkung der Energiekosten

In einer gemeinsamen Erklärung haben Gesamtmetall und IG Metall die Senkung der Energiekosten gefordert. Schon vor der Ukraine-Krise hat die Wirtschaft die deutlich steigenden Energiekosten verfolgt, durch die berechtigten Sanktionen im Zuge des Einmarschs Russland in die Ukraine werden diese Kosten nun noch einmal steigen. Das belastet die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und kostet letztlich Arbeitsplätze. Deshalb fordern Gewerkschaft und Arbeitgeber neben einem schnellen Ausbau Erneuerbarer Energien auch eine Verringerung staatlicher Anteile an den Stromkosten.

Der Staat kann Kosten beeinflussen

Saarländischer Außenhandel ist vom Krieg Russlands in der Ukraine betroffen

Bei Einfuhren dominieren Kohle und Erz, bei der Ausfuhr der Maschinenbau

Die saarländische Wirtschaft ist im Rahmen des von Russland begonnenen Kriegs in der Ukraine besonders bei den Im- und Exporten deutlich betroffen. Beim Import sind es vor allem Eisenerze, Steinkohle und Kunststoffe, die saarländische Unternehmen aus Russland beziehen. Für diese Warengruppen müssen sie nun andere Lieferländer auftun. Beim Export betrifft es Maschinen, Mineralölerzeugnisse sowie Fahrzeugteile. Im vergangenen Jahr hat das Saarland Waren in einem Wert von 436,5 Millionen Euro aus Russland eingeführt, ein Jahr zuvor waren es 229,2 Millionen Euro. Der Anteil an den Einfuhren insgesamt betrug 2021 2,7 Prozent. Die Ausfuhren in die russische Föderation hatten im vergangenen Jahr einen Wert von 205,1 Millionen Euro, 2020 waren es 176,6 Millionen Euro. Der Anteil dieser Region an allen Exporten des Saarlandes lag 2020 bei 1,4 Prozent. Diese Daten hat das Statistische Amt des Saarlandes veröffentlicht.

Der Außenhandel mit der Ukraine ist deutlich geringer. Die Exporte beliefen sich im vergangenen Jahr auf 31,5 Millionen Euro, ein Anteil von 0,2 Prozent aller Exporte. Importiert hat das Saarland Waren im Wert von 27,4 Millionen Euro, auch dies macht einen Anteil von 0,2 Prozent an den Importen aus. Wichtigste Warengruppen bei der Einfuhr waren im vergangenen Jahr Eisenlegierungen, chemische Halbwaren sowie Geräte zur Elektrizitätserzeugung und Verteilung. Beim Export dominierten Körperpflegemittel und Duftstoffe, Pharmazeutische Erzeugnisse und Maschinen.

Stipendium wird alle zwei Jahre vergeben

Oswald Bubel gibt Startschuss für Kunstpreis Andrea Neumann

Bei einer Gedenkausstellung für die gestorbene Saarbrücker Künstlerin Andrea Neumann im Künstlerhaus Saarbrücken hat ME-Saar-Präsident Oswald Bubel den von der Stiftung ME Saar und dem Künstlerhaus gemeinsam initiierten "Kunstpreis Andrea Neumann" angekündigt. Der Kunstpreis ist anlässlich der Ausstellung "An der Schwelle zur Abstraktion" offiziell ausgeschrieben worden. Bewerbungen sind bis zum 31. Juli möglich. Der Preis wendet sich an Künstler oder Kuratoren aus dem Saarland und der Großregion. Er ist als Kunst-Stipendium mit 5000 Euro dotiert und dient dazu, ein vorgestelltes Projekt zu realisieren. Zusätzlich zum Preisgeld erhält der Preisträger Materialkosten. Am Ende der Werkphase folgt eine Ausstellung im Künstlerhaus sowie ein Begleitkatalog. Oswald Bubel, der auch Vorstandsvorsitzender der Stiftung ME Saar ist, würdigte bei der Ausstellungseröffnung in seiner Rede die Künstlerin Andrea Neumann, der der Preis gewidmet ist. Mit ihrem Malstil, der das Figürliche in den Hintergrund treten ließ, um durch Andeutungen und Hinweise Gesamtsituationen entstehen zu lassen, habe sie eindrucksvolle und bleibende Stimmungsbilder entstehen lassen.

Zu der Ausschreibung

Aktiv - immer über die Branche informiert

Die M+E-Zeitung für Beschäftigte in unseren Mitgliedsunternehmen

Die Wirtschaftszeitung Aktiv informiert regelmäßig über Neuigkeiten aus der Branche. Aktiv-Leser wissen besser über die Wirtschaft Bescheid und verstehen die Zusammenhänge, die in unserer Marktwirtschaft gelten. Die Zeitung die Beschäftigte im Unternehmen, zuhause oder online lesen können, berichtet über konjunkturelle Themen ebenso wie über ungewöhnliche Ideen in den Betrieben.

Aktuelle Nachrichten von aktiv lesen Sie hier.

Schlechter: Wir müssen auch über längere Lebensarbeitszeit diskutieren können

Demografische Entwicklung wird zur Gefahr für das Rentensystem

Angesichts eines drohenden Kollapses der Rentenversicherung erwartet Martin Schlechter, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände, von der Politik auch eine Diskussion über eine verlängerte Lebensarbeitszeit. „Wenn Menschen immer älter werden, führt kein Weg daran vorbei, auch die Lebensarbeitszeit den neuen Gegebenheiten anzupassen“, sagt Schlechter. Durch die demografische Entwicklung und die längere Lebensarbeitszeit müssen immer weniger Arbeitnehmer immer mehr Rentner finanzieren. Während bei der Konzeption des Sozialsystems unter Konrad Adenauer noch fünf Arbeitnehmer einen Rentner finanziert haben, liegt die Last nun auf weniger als zwei Arbeitnehmern. „Das Verhältnis aus Arbeits- und Rentenphase darf nicht so verschoben werden, dass die jungen Menschen über Gebühr belastet werden“, sagt Schlechter. „Es muss deshalb erlaubt sein, auch über einen späteren Renteneintritt nachzudenken. Sonst ist die Belastung für die Generation unserer Kinder nicht mehr zu schultern.“

Rentensystem in Schieflage

IWD - volkswirtschaftliche Entwicklungen in Kürze

In der Volkswirtschaft geht nichts einfach. Viele Entwicklungen bedingen sich gegenseitig, so dass geänderte Rahmenbedingungen häufig mit Nebenwirkungen einhergehen. Wer sich für volkswirtschaftliche Entwicklungen interessiert, findet mit dem IWD-Newsletter eine interessante Sammlung aktueller Entwicklungen - übersichtlich und schnell erklärt.

Unsere Dachverbände und Partner-Initiativen

Als starker Verband wirken wir nicht nur vor Ort im Saarland, sondern engagieren uns gemeinsam mit unseren Dachverbänden und Partnern auch für Ordnungspolitik und eine ausgewogene Soziale Marktwirtschaft im Bund. Damit der Wirtschaftsstandort Deutschland auch künftig konkurrenzfähig bleibt.