Seit 2019 fast 300.000 M+E-Arbeitsplätze verloren gegangen

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Im Februar 2026 waren nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes 3,77 Millionen Beschäftigte in der Metall- und Elektro-Industrie tätig. Das waren 2,5 Prozent bzw. 97.300 Beschäftigte weniger als im Vorjahrsmonat. Im Vergleich zum Januar 2026 gingen saisonbereinigt 10.100 Arbeitsplätze verloren, was den 25. Monatsrückgang in Folge bedeutete. Seit 2019 sind damit fast 300.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. „Die Deindustrialisierung des Standorts Deutschland schreitet weiter voran", sagt Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander. In diesem Jahr droht der Abbau von bis zu 150.000 Arbeitsplätzen allein in der M+E-Industrie. Die Bundesregierung muss jetzt endlich tiefgreifende Reformen auf den Tisch legen und darf sich nicht weiter mit kurzfristigen und zeitlich begrenzten Sofortmaßnahmen begnügen. Denn so bleiben die strukturellen Herausforderungen bestehen, während die Haushaltslücken immer größer werden. Oberstes Ziel der Politik muss es sein, dass die Unternehmen wieder in Deutschland investieren. Nur so können Arbeitsplätze gesichert werden. Damit Industrie Zukunft hat.“
Auch Produktion und Neuaufträge in Deutschlands größter Industriebranche waren vor dem Irankrieg unverändert rückläufig. So gab die Produktion im Februar 2026 um 0,4 Prozent zum Vormonat nach, was den dritten Rückgang in Folge bedeutete. Damit lag der Output zu Jahresbeginn nur auf dem sehr schwachen Vorjahresniveau. Der Abstand zum Vorkrisenniveau von 2018 vergrößerte sich wieder auf minus 15 Prozent. Auch die Neuaufträge zeigen keine Trendwende an: Im Februar 2026 sanken diese um 1,5 Prozent gegenüber dem Vormonat, nachdem bereits im Januar ein Einbruch von 8,3 Prozent erfolgt war.
Arbeitswissenschaftliches Forum 2026
MENSCHEN STÄRKEN, ERGEBNISSE VERBESSERN: FÜHRUNG - PERFORMANCE - ENTGELT

Veränderungen hin zum wirtschaftlichen Erfolg beginnen dort, wo Menschen und Organisationen gemeinsam miteinander wachsen. Hierzu bietet unser diesjähriges Arbeitswissenschaftliches Forum Orientierung, wertvolle Impulse und Handlungsempfehlungen. Unter dem Motto „Menschen stärken, Ergebnisse verbessern“ widmen sich die Verbände ME Saar, Hessenmetall, vem die arbeitgeber und Pfalzmetall den drei zentralen Bereichen moderner Organisationsentwicklung: wirksame Führung, individuelle Performance sowie eine faire, transparente Entgeltgestaltung. Im Rahmen des alle zwei Jahre stattfindenden Kongressforums gibt es aktuelle Einblicke in die betriebliche Praxis.
Berufstätigkeit von Müttern mit Kindern
IAB-Befragung: Teilzeit wird ab zweieinhalb Jahren akzeptiert

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Ab wann sollten Mütter mit Kindern wieder arbeiten? Dieser Frage hat sich das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung gewidmet. Das Ergebnis: Deutsche zwischen 18 und 60 Jahren sehen eine Teilzeitbeschäftigung zwei Jahre und acht Monate nach der Geburt für angemessen, eine Vollzeitbeschäftigung sei erst sinnvoll, wenn das Kind fünf Jahre und acht Monate alt ist. Eine stundenweise Betreuung sei ab einem Alter von zwei Jahren und vier Monaten akzeptabel, eine ganztägige Betreuung ab vier Jahren und neun Monaten.
Das IAB hat die Einstellungen zur Erwerbstätigkeit von Müttern und zur externen Kinderbetreuung über zwölf Jahre hinweg in der IAB-Panelstudie „Arbeitsmarkt und soziale Sicherung“ untersucht. Die Ergebnisse der Befragung sind repräsentativ für 18- bis 60-Jährige in Deutschland.
Dr. Udo Dinglreiter ist neuer Gesamtmetall-Präsident
Gesamtvorstand wählte am 9. Dezember 2025 den Nachfolger von Dr. Stefan Wolf

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Dr. Udo Dinglreiter ist neuer Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall. Der Gesamtvorstand des Verbandes wählte den Mitinhaber und Geschäftsführer des Maschinen- und Anlagenbauers R. Scheuchl GmbH im bayerischen Ortenburg einstimmig zum 15. Präsident in der 135-jährigen Geschichte von Gesamtmetall. Damit ist er der zweite bayerische Gesamtmetall-Präsident nach Anton von Rieppel (1911 bis 1919) und der erste aus einem nicht tarifgebundenen Unternehmen. Dr. Dinglreiter wird das Amt zum 1. Januar 2026 antreten.
„Wir stehen am Standort Deutschland mit dem Rücken zur Wand. Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden kommt hier eine besondere Verantwortung zu. Die Tarifpartnerschaft zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist einer der wenigen verbliebenen Standortvorteile. Und wir haben keine leichte Aufgabe vor uns. Ich möchte, dass Deutschland wieder um seine Wettbewerbsfähigkeit beneidet wird, statt wie im Moment eher bemitleidet. Dazu möchte ich meinen Beitrag leisten. Meiner tiefen Überzeugung nach bilden Unternehmer und Beschäftigte eine Einheit: Nur gemeinsam können wir erfolgreich sein und wir wollen alle den unternehmerischen Erfolg”, sagte Dr. Dinglreiter nach seiner Wahl.
Deutsche Erwerbsbevölkerung sinkt in den kommenden 40 Jahren um 23 Prozent
OECD empfiehlt längere Lebensarbeitszeit zur Sicherung der Renten

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Die OECD warnt in ihrem Bericht „Pensions at a Glance 2025“ vor einer zunehmenden Herausforderung bei der Rentenfinanzierung in Deutschland. Aufgrund des schrumpfenden Erwerbspersonenpotentials wird eine längere Lebensarbeitszeit als wesentliche Maßnahme zur Stabilisierung der Renten gesehen.
Die deutsche Nettoersatzquote wird voraussichtlich nur 53,3 Prozent betragen, was unter dem OECD-Durchschnitt von 63,2 Prozent liegt. Angesichts der bereits hohen Steuer- und Abgabenquote in Deutschland betont die OECD, dass eine Anhebung des Rentenalters entscheidend sein könnte, um die Renten auch künftig zu sichern.
Studie: Staat bringt geplante Investitionen nicht auf die Straße
Fifo: Fachkräftemangel und Bürokratie hemmen den geplanten Aufschwung

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Eine aktuelle Studie des Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstituts Köln (Fifo) unter dem Titel "Viel Geld erfolgreich ausgeben" lässt Zweifel am Plan des Bundes, die Infrastruktur mit Investitionen von über 100 Milliarden Euro zu sanieren. "Der schwierige Teil kommt jetzt, wenn es darum geht, die vielen PS auf die Straße zu bringen", sagt Studienautor Michael Thöne dem Handelsblatt. Tatsichlich sei es dem Bund bisher nicht gelungen, mehr als 60 Milliarden Euro an Investitionen pro Jahr umzusetzen. Grund dafür sind der Fachkräftemangel im öffentlichen Sektor, zu viele Hemmnisse bei öffentlichen Genehmigungen und Hemmnisse durch einen eng verflochtenen "Mehr-Ebenen-Staat". Um den Aufschwung zu erreichen, müssten Dutzende Regeln vereinfacht werden, die Kommunen finanziell wieder solide ausgestattet werden und Genehmigungen beschleunigt. Dazu müssten zahlreiche Fachkräfte eingestellt werden.
Zwei saarländische Schulen erhalten Gütesiegel für ausgezeichnete Berufsorientierung

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Die Berufliche Orientierung im Saarland wird immer besser. Das hat die Initiative SCHULEWIRTSCHAFT Saarland mit der Verleihung der Berufswahl-SIEGEL an zwei saarländische Schulen bekräftigt. In diesem Jahr erhielt die Nikolaus-Groß-Schule in Lebach erstmals das Gütesiegel für eine herausragende Berufliche Orientierung. Die Graf-Anton-Schule in Wadern wurde mit einer Rezertifizierung gewürdigt. Die SIEGEL-Verleihung erfolgte am 1. Dezember mit Vertretern aller Partnerinstitutionen in der Handwerkskammer des Saarlandes. Das Berufswahl-SIEGEL wird an Schulen verliehen, die ihre Schülerinnen und Schüler im Schulalltag klassenstufenübergreifend auf den beruflichen Lebensweg vorbereiten.
Zuwanderer schließen im MINT-Bereich Fachkräftelücken

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Ohne Zuwanderung wäre die Fachkräftelücke im MINT-Bereich noch deutlich größer als aktuell. Das zeigt eine Sonderauswertung im aktuellen MINT-Report. Demnach stehen rund 153.000 internationale MINT-Absolventinnen und Absolventen, die in Deutschland studiert haben, für eine Wertschöpfung in Höhe von 14,6 Milliarden Euro. Sie stärken Innovation und Gründungen. Und verringern den Fachkräftemangel, der trotzdem immens ist: Trotz der konjunkturellen Abkühlung felen in Deutschland 148.888 Fachkräfte in den naturwissenschaftlichen und technischen Fächern.

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Wie entwickelt sich die Konjunktur der M+E-Industrie?
M+E-Produktion sinkt das 2. Jahr in Folge – Personalabbau hält unvermindert an
Die M+E-Produktion gab im Dezember deutlich um vrl. 2,5 Prozent zum November nach. Dennoch wurde nach 10 Rezessionsquartalen in Folge im Q4 erstmals wieder ein leichtes Plus zum Vorquartal erreicht. Im gesamten Jahr 2025 ergab sich dennoch der 2. Jahresrückgang in Folge (-1,2 Prozent). Zudem wird das 2018er-Niveau noch um 13 Prozent unterschritten. Auch die M+E-Umsätze verzeichneten im Dezember einen Rückschlag. Im Q4 gab der preisbereinigte Absatz das 2. Quartal in Folge nach. Auch im gesamten Jahr 2025 lag der Absatz erneut unter dem bereits schwachen Vorjahreswert. Nur infolge von Preiseffekten übertraf der Umsatz leicht das Vorjahresniveau.
Die M+E-Neuaufträge profitierten im Q4 erneut von größeren Bestellungen aus dem Verteidigungsbereich. Bereinigt um diese Effekte konnten die Neuaufträge nur leicht zulegen und verharren weiter auf schwachem Niveau. Die Bewertung der Auftragsbestände ist fast unverändert negativ und die Auslastung Anfang 2026 nochmals um 2 Prozent-Punkte auf nur noch 78 Prozent zurückgegangen. Zumindest war die Nachfrageentwicklung im Februar wieder überwiegend positiv.
Die Zahl der M+E-Beschäftigten fiel im Dezember auf 3,792 Mio. (-2,6 Prozent zum Vorjahr). Erstmals seit Juli 2015 wurde damit die Marke von 3,8 Mio. Arbeitsplätzen unterschritten. Seit 2019 sind über 270.000 M+E-Arbeitsplätze verloren gegangen. Die Pläne zum Personalabbau waren auch im Februar weiter sehr negativ, differenzieren sich aber zumindest nach M+E-Zweigen, wobei vor allem im Fahrzeugbau die Abbaupläne weiterhin deutlich überwiegen.
Das M+E-Geschäftsklima blieb im Februar unverändert im Rezessionsbereich. Während die Lage etwas weniger negativ eingeschätzt wurde, waren die Erwartungen etwas pessimistischer als zum Jahresbeginn. Lichtblicke sind die Produktions- und Exportpläne, die sich ungeachtet der neuen Unsicherheiten um die US-Zölle spürbar verbessern konnten.
Die Wettbewerbsposition zum Ausland wurde auch zum Jahresstart – vor allem gegenüber außereuropäischen Standorten – von jedem 3. M+E-Unternehmen negativ bewertet. Die Abstände zu Welthandel und globaler Industrieproduktion vergrößerten sich im Q3-2025 weiter. Die privaten Ausrüstungsinvestitionen gaben auch 2025 weiter nach. Die Investitionspläne sind zudem weiter negativ. Der Standort ist nachhaltig geschädigt. Ohne mutige Strukturreformen setzt sich die Deindustrialisierung fort.
Werkwandel: Ausgabe 1/2026 des ifaa-Magazins - Künstliche Intelligenz
In der Ausgabe 1/2026 des Magazins "Werkwandel" hebt das ifaa besonders die Partnerschaft der Siemens und NVIDIA hervor, die KI zum Betriebssystem der Industrie machen wollen. Gemeinsam möchten sie die nächste Generation von AI Factories entwickeln. Weitere Themen sind
- Vordenker-Interview: Wolf Matthias Mang - Wirtschaftskrise: Wir brauchen eine nationale Kraftanstrenung!
- Arbeitswelt vor Ort: Praxisbericht u.a. CEEMET: KI am Arbeitsplatz - wie KI die Arbeitswelt verändert; ZF: People Analytics - Datengetriebnene Werkzeuge unterstützen Personalverantwortliche
- Wissenschaft direkt: Forschungsprojekt GrAIfbAR gestartet - Wissen für Mensch und Roboter nutzbar machen.
- Rückblick: infpro-Wertschöpfungstage 2025 in Berlin - Debatten über die Zukunft der Produktion in Zeiten von KI
- Zukunftsgespräch: Wie Gerd Röders sein Familienunternehmen für die nächste Generation fit macht - G.A. Röders & Co. KG, Soltau
- Arbeitswelt gestalten: Schichtarbeit attraktiv getalten - Ansätze in der Papierindustrie
Werkhandel erscheint als interaktives E-Paper, gefüllt mit Interviews, Berichten zu vielfältigen Themen und steht allen Interessierten unter www.werkwandel.de kostenlos zur Verfügung.
75 Jahre ME Saar - eine Zeitreise in Bildern
Am 6. April 1948 ist der Arbeitgeberverband der Eisen- und Metallindustrie des Saarlandes im Saarbrücker Rathaussaal gegründet worden. Es ist die Geburtsstunde von ME Saar. In einer Bildergalerie finden Sie Impressionen aus der Anfangszeit unseres Verbandes - mit dem politischen und gesellschaftlichen Bedingungen im Land.

Aktiv - immer über die Branche informiert
Die M+E-Zeitung für Beschäftigte in unseren Mitgliedsunternehmen
Die Wirtschaftszeitung Aktiv informiert regelmäßig über Neuigkeiten aus der Branche. Aktiv-Leser wissen besser über die Wirtschaft Bescheid und verstehen die Zusammenhänge, die in unserer Marktwirtschaft gelten. Die Zeitung die Beschäftigte im Unternehmen, zuhause oder online lesen können, berichtet über konjunkturelle Themen ebenso wie über ungewöhnliche Ideen in den Betrieben.
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