Schlechter: Wir müssen auch über längere Lebensarbeitszeit diskutieren können

Demografische Entwicklung wird zur Gefahr für das Rentensystem

Angesichts eines drohenden Kollapses der Rentenversicherung erwartet Martin Schlechter, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände, von der Politik auch eine Diskussion über eine verlängerte Lebensarbeitszeit. „Wenn Menschen immer älter werden, führt kein Weg daran vorbei, auch die Lebensarbeitszeit den neuen Gegebenheiten anzupassen“, sagt Schlechter. Durch die demografische Entwicklung und die längere Lebensarbeitszeit müssen immer weniger Arbeitnehmer immer mehr Rentner finanzieren. Während bei der Konzeption des Sozialsystems unter Konrad Adenauer noch fünf Arbeitnehmer einen Rentner finanziert haben, liegt die Last nun auf weniger als zwei Arbeitnehmern. „Das Verhältnis aus Arbeits- und Rentenphase darf nicht so verschoben werden, dass die jungen Menschen über Gebühr belastet werden“, sagt Schlechter. „Es muss deshalb erlaubt sein, auch über einen späteren Renteneintritt nachzudenken. Sonst ist die Belastung für die Generation unserer Kinder nicht mehr zu schultern.“

Rentensystem in Schieflage

Wirtschaft kritisiert Lieferkettengesetz

Schlechter: Neues Gesetz ist Bürokratiemonster

Die saarländische Wirtschaft kritisiert das neue Lieferkettengesetz. Das geplante Gesetz sei in der aktuellen Form eine Belastung für die Unternehmen, sagt Martin Schlechter, Hauptgeschäftsführer der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU) und des Verbands der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME Saar). „Viele Unternehmen haben hunderte direkte Zulieferer“, sagt Schlechter „Wenn sie nun all diese Zulieferer kontrollieren sollen, ist das ein erheblicher bürokratischer Aufwand“, sagt er. Er fürchtet, dass die Wirtschaft im Lnd dadurch einen erheblichen Wettbewerbsnachteil erleidet. Dass sich, wie vom Gesetzgeber beabsichtigt, durch das Gesetz an der Menschenrechtslage etwas ändert, sei dagegen kaum zu erwarten. 

Bürokratiemonster Lieferkettengesetz

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MINT-Fachkräftelücke steigt deutlich an

Digitalisierung, Dekarboinisierung und Demografie erhöhen den Fachkräftebedarf im MINT-Bereich.

Der Fachkräftebedarf im MINT-Bereich wird weiter kräftig steigen. Nach einem Rückgang der Nachfrage im Rahmen der Corona-Pandemie steigt die MINT-Lücke wieder deutlich an. Im April betrug sie 145.000. Vor allem die demografische Entwicklung macht sich beim Bedarf bemerkbar. In den kommenden Jahren werden zwei Drittel des akademischen Nachwuchses allein dafür gebraucht, ausscheidende Fachkräfte zu ersetzen. Das jährliche Neuangebot an beruflich Qualifizierten wird nicht einmal dafür ausreichen, den Ersatzbedarf zu decken.

Die Digitalisierung erhöht den Bedarf an IT-Experten und IT-Fachkräften. Insgesamt erwarten 40 Prozent der Unternehmen einen steigenden Bedarf an IT-Experten und 54 Prozent an IT-Fachkräften. Bei Unternehmen mit einem sehr großen Stellenwert in der Digitalisierung erwarten dies sogar 69 Prozent bei IT-Experten und 75 Prozent bei IT-Fachkräften. Der Klimaschutz erhöht den Bedarf an MINT-Kräften. Für die Entwicklung klimafreundlicher Technologien und Produkte erwarten 32 Prozent der Unternehmen einen zusätzlichen Bedarf an IT-Experten, 19 Prozent einen zusätzlichen Bedarf an Ingenieuren und Umweltingenieuren und 15 Prozent einen steigenden Bedarf an sonstigen MINT-Experten. Bei den großen Unternehmen sind es sogar 63 Prozent bei IT-Experten, 43 Prozent bei Ingenieuren/Umweltingenieuren bzw. 32 Prozent bei sonstigen MINT-Experten.

Angebot ist durch die Pandemie deutlich zurückgegangen

Frist für Corona-Bonus wird verlängert

Bundesrat billigt Abzugssteuerentlastungsmodernisierungsgesetz

Der Bundesrat hat am 28. Mai dem „Gesetz zur Modernisierung der Entlastung von Abzugssteuern und der Bescheinigung der Kapitalertragsteuer“ (sogenanntes „Abzugssteuerentlastungsmodernisierungsgesetz“) in der vom Bundestag beschlossenen Fassung zu. Das Gesetz beinhaltet die für die Arbeitgeber wichtige Verlängerung der Zahlungsfrist der steuer- und beitragsfreien „Corona-Prämie“ bis zum 31. März 2022 (Artikel 1 Absatz 2 des Gesetzes). Das Gesetz tritt mit der Eintragung ins Bundesgesetzblatt in Kraft. Bislang galt, dass ein mit der Corona-Pandemie verknüpfter Bonus von bis zu 1500 Euro bis zum 30. Juni ausgezahlt werden musste, um Steuer- und Abgabenfreiheit zu genießen.

Schlechter: Impfen ist der Königsweg aus der Krise

Betriebsärzte im Saarland stehen bereit

Die Unternehmen im Saarland sind bereit für den Start der Impfungen durch Betriebsärzte. Darauf weißt die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände hin. Zahlreiche Betriebe haben demnach bereits entsprechende Infrastruktur aufgebaut und ihre Mitarbeiter geschult. "Impfen ist der Königsweg aus der Krise", betont VSU-Hauptgeschäftsführer Martin Schlechter. Jetzt gelte es von Seiten der Politik, die Impfstoffverfügbarkeit so sicherzustellen, dass auch auf breiter Front in den Unternehmen geimpft werden kann. Auch die Spitzenverbände der Wirtschaft haben eine Initiative zum schnelleren Impfen im Betrieb gestartet.

Alle Informationen rund um die Test- und Impfanstregungen in den Betrieben gibt es unter:

www.wirtschafttestetgegencorona.de

ME Saar und INSM stellen Karikaturen im Saar-Landtag aus

Erinnerungen an über 30 Jahre Mauerfall

Der Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes hat gemeinsam mit dem Institut für Neue Soziale Marktwirtschaft und dem Landtag eine Ausstellung zu 30 Jahren Mauerfall im Landtag des Saarlandes initiiert. Bis voraussichtlich Mitte Juni werden rund 70 Karikaturen führender Zeichner gezeigt, die den Prozess des Zusammenwachsens der beiden deutschen Staaten begleiten. Dass dieser trotz aller Euphorie länger braucht, dass aber auch schon viel erreicht ist, das zeigt ein Blick auf die Exponate. "Im Rückblick sehen wir, wie groß die Aufgabe der Wiedervereinigung war", sagte ME-Saar-Präsident Oswald Bubel bei der Eröffnung der Ausstellung am 3. Mai. "Die blühenden Landschaften kamen nicht so schnell, wie wir dachten. Wir reden auch heute noch von Ostdeutschen und Westdeutschen und von Alten und Neuen Bundesländern. Es gibt noch viel zu tun."

Zur Pressemeldung

Firmen im Saarland für Abkehr von Corona-bedingter Homeoffice-Pflicht

Die Unternehmen im Saarland begrüßen den Vorstoß von Wirtschaftsminister Peter Altmaier zur schrittweisen Lockerung der Homeoffice-Pflicht. Es gelte, „mit fortschreitendem Impffortschritt und sinkender Inzidenz die Rückkehr zu einem normalen Geschäftsbetrieb zu ermöglichen“, sagte VSU-Hauptgeschäftsführer Martin Schlechter: „Dazu gehören auch zeitnah Überlegungen, wie und unter welchen Pandemiesituationen Homeoffice- und Testangebotspflichten reduziert beziehungsweise ganz abgeschafft werden können.“ Schlechter betonte, dass für die Unternehmen im Saarland die Gesundheit ihrer Mitarbeiter an erster Stelle stehe. Im Rahmen der Pandemie hätten die Betriebe ihre Arbeitsschutzmaßnahmen schon zeitnah nach dem Ausbruch des Corona-Virus überprüft und angepasst. Auf diese Weise konnten sie Infektionsketten am Arbeitsplatz wirksam unterbrechen.
„Auch das mobile Arbeiten hat sich bei den Arbeitsplätzen, bei denen es möglich ist, als ein Mittel zur Kontaktreduzierung bewährt. Zahlreiche Unternehmen haben ihre Mitarbeiter in der Pandemie zeitnah ins Homeoffice geschickt. Auch jetzt, bei sinkenden Inzidenzzahlen, wird mobiles Arbeiten in vielen Unternehmen weiter genutzt werden“, sagte Schlechter. Gleichzeitig zeige sich aber auch, dass die strengen Vorgaben des Gesetzgebers betriebliche Abläufe häufig erschwerten. Schlechter lobte das Bestreben Altmaiers, „die staatliche Bevormundung zurückzufahren und das Thema wieder in die Verantwortung der Unternehmen zu legen“. Auch jetzt, bei sinkenden Inzidenzzahlen, werde mobiles Arbeiten in vielen Unternehmen weiter genutzt werden. „Ganz zuvorderst liegt die Pandemiebekämpfung am verantwortlichen Handeln eines jeden Einzelnen, ob am Arbeitsplatz oder im privaten Umfeld." .

Fragenkatalog zu Unternehmenstests

Anbieter von Testmaterial im Saarland

Informationen zu Testmöglichkeiten im Saarland

Strukturwandel, Digitalisierung, Corona und ein Tarifabschluss

Der Jahresbericht 2020/2021 beleuchtet die Herausforderungen der Branche

Das Corona-Virus und all die Einschränkungen, die es für die Wirtschaft mit sich bringt, hat unsere Arbeit, unser Leben und das unserer Mitgliedsunternehmen geprägt. In diesen Corona-Zeiten bestimmen aber auch weitere Themen unsere Arbeit. So haben wir trotz der Einschränkungen durch die Pandemie einen der schwierigen Zeit angemessenen Tarifabschluss erreicht. Die Unternehmen sind dadurch in der Lage, sich auf den anstehenden Strukturwandel zu konzentrieren. Diese und weitere Themen lesen Sie im Jahresbericht des ME Saar 2020/2021.

Tarifeinigung bei M+E-Mitte erzielt

Laufzeit bis September 2022

Die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME Saar), Pfalzmetall, Hessenmetall und vem die Arbeitgeber haben mit der IG Metall am 31. März 2021 einen neuen Tarifvertrag abgeschlossen. Die Arbeitgeberverbände sind in der Verhandlungsgemeinschaft M+E-Mitte zusammengeschlossen. Kernpunkte sind die Zahlung einer Corona-Beihilfe, die jährliche Zahlung eines Transformationsgeldes ab Februar 2020, Regelungen zur Arbeitszeitabsenkung im Strukturwandel sowie Vereinbarungen für Zukunftstarifverträge. Die Laufzeit reicht bis September 2022. Wie genau der Tarifvertrag in den einzelnen Punkten funktioniert, zeigen die nebenstehenden Filme und die untenstehenden Grafik.

Entgelt

Es wird keine Erhöhung der Entgelttabelle geben. Der Entgelttarifvertrag vom 9. Februar 2018 gilt unverändert fort. Bis Ende Juni zahlen die Unternehmen ihren Vollzeitbeschäftigten eine Corona-Beihilfe, mit der sie das herausragende Engagement der Belegschaften in der Pandemie würdigen. Gleichzeitig bekommen die Beschäftigten ab kommendem Jahr ein Transformationsgeld, das als Ausgleichszahlung bei Arbeitszeitabsenkung verwendet werden kann, um das Entgelt zu verstetigen. Die Zahlung des T-Zug B wird erstmals automatisch an die wirtschaftliche Entwicklung gekoppelt.

Arbeitszeitabsenkung

Der Tarifvertrag gibt den Unternehmen mehr Möglichkeiten als bisher, ihre Arbeitszeit abzusenken. Dabei kann - wie bisher die Wochenarbeitszeit per Betriebsvereinbarung auf unter 35 bis zu 30 Stunden pro Woche sinken. Das gilt für zwölf Monate. Längere Phasen der Arbeitszeitabsenkung sind nur möglich, wenn sie freiwillig von beiden Seiten vereinbart sind. Sinkt die Arbeitszeit dann auf 32 Wochenstunden, erhalten die Beschäftigten ab dem 13. Monat einmal pro Woche einen Zuschlag von 25 Prozent des durchschnittlichen Stundenentgelts. Sollte die Arbeitszeitabsenkung länger als 24 Monate abgesenkt werden, bekommen die Beschäftigten ab dem 25. Monat pro Woche bei einer Absenkung auf 33 Wochenstunden einen Zuschlag von 25 Prozent eines Durchschnitts-Stundenentgelts, bei einer Absenkung auf 32 Wochenstunden einen Zuschlag von 50 Prozent des Durchschnitts-Stundenentgelts.

Zukunftssicherung

Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben einen tariflichen Rahmen vereinbart, innerhalb dessen die Betriebsparteien Transformationsprozesse miteinander beraten und notwendige Änderungen anstoßen können.
 

 

Wie entwickelt sich die Konjunktur der M+E-Industrie? - Frühjahr 2021

Die Metall- und Elektro-Industrie wurde durch die Corona-Krise in eine tiefe Rezession gezwungen: Nach einem regelrechten Absturz im zweiten Quartal 2020 hat sich die Lage in den folgenden Monaten von niedrigem Niveau aus aber wieder merklich erholt: Auftragseingang und Produktion haben sich bis zum Februar 2021 spürbar verbessert. Auch wenn damit der Tiefpunkt der Entwicklung durchschritten ist, bleibt die M+E-Industrie noch weit von einem Niveau voll ausgelasteter Kapazitäten entfernt.

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In der Volkswirtschaft geht nichts einfach. Viele Entwicklungen bedingen sich gegenseitig, so dass geänderte Rahmenbedingungen häufig mit Nebenwirkungen einhergehen. Wer sich für volkswirtschaftliche Entwicklungen interessiert, findet mit dem IWD-Newsletter eine interessante Sammlung aktueller Entwicklungen - übersichtlich und schnell erklärt.

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