Gesamtmetall: Solidarität mit Unternehmen, die vom Hochwasser betroffen sind

Gesamtmetall-Präsident Dr. Stefan Wolf appelliert an Vertragspartner, den Unternehmen, die durch die Hochwasserkatastrophe in wirtschaftliche Schwierigkeiten gekommen sind, solidarisch beizustehen: „Diese Katastrophe hat auch die betroffenen Unternehmen in einer Härte und einem Ausmaß getroffen, die so nicht absehbar gewesen sind. Es ist richtig und wichtig, dass wir alle – Gesellschaft, Politik und Wirtschaft – in dieser Situation eng beieinander stehen und Solidarität zeigen – auch mit den in dieser Krise betroffenen Unternehmen. Diese Unternehmen setzen derzeit ihre ganze Kraft dafür ein, ihre Produktionen wieder aufzubauen und aufzunehmen – im Sinne der Beschäftigten und des Unternehmens.

Deshalb appelliere ich an die nicht von der Katstrophe betroffenen Unternehmen, den Betroffenen verlängerte Lieferfristen einzuräumen und keine Konsequenzen aus etwaigen Fristüberschreitungen aufgrund unmittelbarer oder mittelbarer Folgen der Hochwasserkatastrophen zu ziehen. Bereits übertragene Aufträge sollten nicht vorschnell an andere Unternehmen vergeben bzw. die betroffenen Unternehmen bei Erteilung neuer Aufträge nicht benachteiligt werden. Um betroffene Unternehmen zu unterstützen, sei es zudem denkbar, vereinbarte Abschlagszahlungen auch dann zu leisten, auch wenn die Leistungen nicht rechtzeitig erbracht werden können. Nur wenn wir auch als Wirtschaft in dieser schwierigen Zeit zusammenstehen, können wir diese Katastrophe nachhaltig bewältigen.“

Impfen bleibt wichtigste Corona-Maßnahme

VSU ruft gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium zum Impfen auf

Das Saarland nimmt bei den Impfungen gegen Corona einen Spitzenplatz ein. Mehr als die Hälfte aller Saarländer sind bereits vollständig geimpft. Um das Virus einzudämmen ist aber eine noch deutlich höhere Impfquote vonnöten. Deshalb ruft die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände die Unternehmen und ihre Mitarbeiter im Saarland auf, sich impfen zu lassen, solange dies noch nicht geschehen ist. "Impfen ist der Königsweg gegen die Pandemie", sagt VSU-Hauptgeschäftsführer Martin Schlechter. Deshalb ist es wichtig, eine möglichst große Immunität in der Bevölkerung zu erreichen. Dies gilt besonders angesichts der Bedrohung durch eine vierte Welle, ausgelöst von neuen Corona-Mutanten. Seit Juni sind in zahlreichen saarländischen Betrieben auch Impfärzte in die Corona-Impfcampagne eingebunden. Impfungen sind außerdem - auch sehr kurzfristig - in den saarländischen Impfzentren sowie in Hausarztpraxen möglich.

Digitalisierung ermöglicht Automatisierung komplexer Tätigkeiten

IAB-Studie: Hohe Zunahme in Spezialistenberufen

Mit der zunehmenden Digitalisierung steigt auch der Anteil der Tätigkeiten, die potenziell von Computern erledigt werden können. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Demnach steigen die potenziell wegfallenden Tätigkeiten in Fachkraftberufen mit 4,6 und Spezialistenberufen mit 4,8 Prozentpunkten zwischen 2016 und 2019 besonders stark an. In den Helferberufen ist der Anteil mit 0,7 Prozentpunkten am wenigsten stark gestiegen. Die Studie zeigt, dass durch den Einsatz neuer digitaler Technologien zunehmend komplexe Tätigkeiten automatisiert werden können. „Die in den letzten Jahren marktreif gewordenen Technologien sind eher auf die Substitution komplexerer Tätigkeiten ausgerichtet“, sagt Britta Matthes, Leiterin der IAB-Forschungsgruppe „Berufe in der Transformation“. 2019 arbeiteten in Deutschland 11,34 Millionen Personen in einem Beruf, in dem eine große Zahl der Tätigkeiten heute schon potenziell von Computern erledigt werden könnte.  

zur IAB-Studie

Mobiles Arbeiten wird nicht verschwinden

Unternehmen werden nach den Erfahrungen im Rahmen der Pandemie auch künftig auf flexible Arbeitsformen setzen, sagt Martin Schlechter, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU). Mobiles Arbeiten habe sich in den vergangenen Monaten in einem gewissen Umfang bewährt. "Es kann für Arbeitgeber und Vorteile durch eine erhöhte Flexibilität bringen", sagt er. Deshalb würden auch jetzt viele Unternehmen prüfen, inwieweit sie künftig auf mobile Arbeitsformen setzen. "Wichtig ist allerdings, dass es jetzt nicht zu einer bürokratischen Überregulierung kommt", sagt Schlechter. Sonst sei ein gutes Instrument schnell wieder unbrauchbar und würde "zum Ladenhüter degradiert".

Auch ohne Homeoffice-Pflicht im Einsatz

Wie entwickelt sich die Konjunktur der M+E-Industrie? - Zweites Quartal 2021

Die Metall- und Elektro-Industrie wurde durch die Corona-Krise in eine tiefe Rezession gezwungen: Nach einem regelrechten Absturz im zweiten Quartal 2020 hat sich die Lage in den folgenden Monaten von niedrigem Niveau aus aber wieder merklich erholt. Auch im April 2021 bleiben die Auftragseingänge auf hohem Niveau, die Kapazitätsauslastung hat sich stabilisiert. Trotzdem behindern fehlende Teile und Materialknappheit - vor allem bei wichtigen Rohstoffen wie Stahl oder Kunststoff - den Aufholprozess in der Produktion.

zum vollständigen Bericht

DIW: Corona in Schwellenländern bleibt Risiko für die Konjunktur

Die geringe Impfquote in den Schwellenländern bleibt ein Risiko für die Konjunktur in Deutschland. Vor allem bei Elektronik und Zulieferprodukten in der Autoindustrie könne es durch weitere Corona-Wellen in Schwellenländenr zu Abbrüchen in den Lieferketten kommen, sagt DIW-Expertin Geraldine Dany-Knedlik. Wenn es vor Ort Eindämmungsmaßnahmen gibt, werde dies auch die Produktion vor Ort und damit die Belieferung der Unternehmen in den entwickelten Ländern betroffen. Vor allem in Indien, mehreren asiatischen Ländern und in Südamerika sind die Impferfolge noch gering.

Die Konjunkturerwartungen des DIW

Schlechter: Wir müssen auch über längere Lebensarbeitszeit diskutieren können

Demografische Entwicklung wird zur Gefahr für das Rentensystem

Angesichts eines drohenden Kollapses der Rentenversicherung erwartet Martin Schlechter, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände, von der Politik auch eine Diskussion über eine verlängerte Lebensarbeitszeit. „Wenn Menschen immer älter werden, führt kein Weg daran vorbei, auch die Lebensarbeitszeit den neuen Gegebenheiten anzupassen“, sagt Schlechter. Durch die demografische Entwicklung und die längere Lebensarbeitszeit müssen immer weniger Arbeitnehmer immer mehr Rentner finanzieren. Während bei der Konzeption des Sozialsystems unter Konrad Adenauer noch fünf Arbeitnehmer einen Rentner finanziert haben, liegt die Last nun auf weniger als zwei Arbeitnehmern. „Das Verhältnis aus Arbeits- und Rentenphase darf nicht so verschoben werden, dass die jungen Menschen über Gebühr belastet werden“, sagt Schlechter. „Es muss deshalb erlaubt sein, auch über einen späteren Renteneintritt nachzudenken. Sonst ist die Belastung für die Generation unserer Kinder nicht mehr zu schultern.“

Rentensystem in Schieflage

Wirtschaft kritisiert Lieferkettengesetz

Schlechter: Neues Gesetz ist Bürokratiemonster

Die saarländische Wirtschaft kritisiert das neue Lieferkettengesetz. Das geplante Gesetz sei in der aktuellen Form eine Belastung für die Unternehmen, sagt Martin Schlechter, Hauptgeschäftsführer der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU) und des Verbands der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME Saar). „Viele Unternehmen haben hunderte direkte Zulieferer“, sagt Schlechter „Wenn sie nun all diese Zulieferer kontrollieren sollen, ist das ein erheblicher bürokratischer Aufwand“, sagt er. Er fürchtet, dass die Wirtschaft im Lnd dadurch einen erheblichen Wettbewerbsnachteil erleidet. Dass sich, wie vom Gesetzgeber beabsichtigt, durch das Gesetz an der Menschenrechtslage etwas ändert, sei dagegen kaum zu erwarten. 

Bürokratiemonster Lieferkettengesetz

Was Unternehmen und Mitarbeiter über Corona wissen müssen

Schulen und Kindergärten schließen, Geschäfte sind zu, große Unternehmen stellen den Betrieb ein. So sah die Situation im Saarland noch im März aus ein ganzes Land im Griff eines winzigen Virus. Und auch der zweite Lockdown zum Jahresende hält viele in Atem. Wir halten Sie über die neuesten Entwicklungen rund um Corona auf dem Laufenden. Aktuelle Informationen finden Sie auf unseren Spezialseiten zu Corona.  

Die wichtigsten Informationen rund um das Virus

Strukturwandel, Digitalisierung, Corona und ein Tarifabschluss

Der Jahresbericht 2020/2021 beleuchtet die Herausforderungen der Branche

Das Corona-Virus und all die Einschränkungen, die es für die Wirtschaft mit sich bringt, hat unsere Arbeit, unser Leben und das unserer Mitgliedsunternehmen geprägt. In diesen Corona-Zeiten bestimmen aber auch weitere Themen unsere Arbeit. So haben wir trotz der Einschränkungen durch die Pandemie einen der schwierigen Zeit angemessenen Tarifabschluss erreicht. Die Unternehmen sind dadurch in der Lage, sich auf den anstehenden Strukturwandel zu konzentrieren. Diese und weitere Themen lesen Sie im Jahresbericht des ME Saar 2020/2021.

Tarifeinigung bei M+E-Mitte erzielt

Laufzeit bis September 2022

Die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME Saar), Pfalzmetall, Hessenmetall und vem die Arbeitgeber haben mit der IG Metall am 31. März 2021 einen neuen Tarifvertrag abgeschlossen. Die Arbeitgeberverbände sind in der Verhandlungsgemeinschaft M+E-Mitte zusammengeschlossen. Kernpunkte sind die Zahlung einer Corona-Beihilfe, die jährliche Zahlung eines Transformationsgeldes ab Februar 2020, Regelungen zur Arbeitszeitabsenkung im Strukturwandel sowie Vereinbarungen für Zukunftstarifverträge. Die Laufzeit reicht bis September 2022. Wie genau der Tarifvertrag in den einzelnen Punkten funktioniert, zeigen die nebenstehenden Filme und die untenstehenden Grafik.

Entgelt

Es wird keine Erhöhung der Entgelttabelle geben. Der Entgelttarifvertrag vom 9. Februar 2018 gilt unverändert fort. Bis Ende Juni zahlen die Unternehmen ihren Vollzeitbeschäftigten eine Corona-Beihilfe, mit der sie das herausragende Engagement der Belegschaften in der Pandemie würdigen. Gleichzeitig bekommen die Beschäftigten ab kommendem Jahr ein Transformationsgeld, das als Ausgleichszahlung bei Arbeitszeitabsenkung verwendet werden kann, um das Entgelt zu verstetigen. Die Zahlung des T-Zug B wird erstmals automatisch an die wirtschaftliche Entwicklung gekoppelt.

Arbeitszeitabsenkung

Der Tarifvertrag gibt den Unternehmen mehr Möglichkeiten als bisher, ihre Arbeitszeit abzusenken. Dabei kann - wie bisher die Wochenarbeitszeit per Betriebsvereinbarung auf unter 35 bis zu 30 Stunden pro Woche sinken. Das gilt für zwölf Monate. Längere Phasen der Arbeitszeitabsenkung sind nur möglich, wenn sie freiwillig von beiden Seiten vereinbart sind. Sinkt die Arbeitszeit dann auf 32 Wochenstunden, erhalten die Beschäftigten ab dem 13. Monat einmal pro Woche einen Zuschlag von 25 Prozent des durchschnittlichen Stundenentgelts. Sollte die Arbeitszeitabsenkung länger als 24 Monate abgesenkt werden, bekommen die Beschäftigten ab dem 25. Monat pro Woche bei einer Absenkung auf 33 Wochenstunden einen Zuschlag von 25 Prozent eines Durchschnitts-Stundenentgelts, bei einer Absenkung auf 32 Wochenstunden einen Zuschlag von 50 Prozent des Durchschnitts-Stundenentgelts.

Zukunftssicherung

Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben einen tariflichen Rahmen vereinbart, innerhalb dessen die Betriebsparteien Transformationsprozesse miteinander beraten und notwendige Änderungen anstoßen können.
 

 

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