Leere Bänke in einer Schulklasse, Foto: istock/Global Stock iStock-155096737_Global_Stock.jpg

> Schulische und berufliche Bildung

Grundsätze der Wirtschaft zur Zusammenarbeit mit Schulen

Junge Menschen leben in einer Gesellschaft des schnellen Wandels. Um mit diesen Veränderungen mitzuhalten, müssen sie ihre Zukunft und ihre Umwelt aktiv und kreativ gestalten können. Dazu benötigen sie ein fundiertes Wirtschaftswissen und ein Grundverständnis der Arbeitswelt und marktwirtschaftlichen Zusammenhänge. Es ist essentiell, dass sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt und darüber hinaus zum eigenständigen Lernen, Denken und verantwortlichen Handeln befähigt werden - ein Leben lang. Darum stärken wir über unser Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT Ihre Kooperation mit Schulen der Region und unterstützen langfristig bei der Nachwuchssicherung in den Unternehmen vor Ort. 

Gesellschaftliche Verantwortung

Schüler von heute sind die Mitarbeiter und Führungskräfte von morgen. Aus diesem Grunde hat die Wirtschaft ein Interesse daran, dass ein realistisches Bild von ihr in der Schule vermittelt wird. Um die Perspektiven für die junge Generation zu stärken, sind tief greifende Veränderungen im schulischen Bildungssystem notwendig. Lernvoraussetzungen müssen optimiert und Schüler stärker als bisher individuell gefördert werden.

Deutschland braucht dazu Schulen, die im Wettbewerb ihr Profil herausarbeiten und kontinuierlich ihre Qualität überprüfen und verbessern. Schulen, die eigenständig in Verwaltungs-, Finanz- und Personalfragen handeln können, die entbürokratisiert sind und in denen Lehrkräfte leistungsorientiert bezahlt werden. Die bewährten Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft - Leistung und Wettbewerb - können auch im Bildungsbereich greifen.

Die unternehmerische Wirtschaft versteht die Zusammenarbeit mit Schulen als eine vorrangige gesellschaftliche Aufgabe, die über die Gewinnung von Nachwuchskräften für die berufliche Erstausbildung und deren künftige Weiterqualifikation hinausgeht. Vor diesem Hintergrund bietet die Wirtschaft den Schulen Zusammenarbeit an. Dies beinhaltet betriebliches Know-how sowie praktische partnerschaftliche Unterstützung.

Eigenständige Persönlichkeiten gesucht

Deutschlands Unternehmen brauchen qualifizierte Fach- und Führungskräfte, die eigenverantwortlich denken und handeln. Gefragt sind leistungsfähige und flexible Persönlichkeiten, die über analytische Fähigkeiten zur Problemlösung verfügen. Nur kompetente, kreative Mitarbeiter sind in der Lage, neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zu entwickeln. Sie bestimmen den Erfolg am Markt und sichern die Existenz eines Unternehmens. Die Ausbildungsreife von Schulabgängern ist somit ein zentraler Schlüsselfaktor für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Bereits im Schulunterricht müssen junge Menschen erfahren, dass Bildung auch Leistung und Anstrengung umfasst. Wer seine Berufschancen verbessern will, muss dafür etwas tun. So wird er auf eine eigenverantwortliche Lebensführung vorbereitet. Persönliches Engagement setzt sich im lebenslangen Lernen und bei der betrieblichen Weiterbildung fort.

Ökonomie wird verständlich im Zusammenspiel mit anderen Bildungsbereichen

In einer komplexen Gesellschaft und international ausgerichteten Wirtschaft hat Bildung ein Hauptziel: Alle Menschen zu befähigen, ihr Leben - privat wie beruflich - zu meistern. Wir können es uns nicht leisten, Potenziale junger Menschen zu verschenken.

Ökonomische Bildung ist dabei unverzichtbar. Wer "Wirtschaft" nicht versteht, dem verschließt sich ein wesentlicher Teil der Lebenswelt und das Verständnis für wirtschaftliches Handeln. Technische Möglichkeiten und ökonomische Rahmenbedingungen müssen sinnvoll in Einklang gebracht werden.

Letztlich kommt es auf die Fähigkeit an, das erlernte Wissen und seine Methodik auf konkrete Fragestellung "im realen Leben" anzuwenden. Für die Unternehmen zählen neben wirtschaftlichem Grundwissen Fächer wie Mathematik, Technik- und Naturwissenschaften. Diese bilden die Grundlage für innovative Forschung und Entwicklung und damit für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.

Andererseits sind geistes- und kulturwissenschaftliche und musisch-ästhetische Fächer eine Werteerziehung  und ebenso wichtig für die gesellschaftliche Entwicklung und die Persönlichkeitsbildung. Sie stärken die Kreativität und fächerübergreifende Qualifikationen. Diese Fächer müssen daher elementarer Bestandteil der Allgemeinbildung bleiben. Ein sicherer Umgang mit der Sprache ist die Grundlage für Kommunikationsfähigkeit. Gute Fremdsprachenkenntnisse begünstigen interkulturelle Kompetenzen, die in der zunehmenden weltweiten Vernetzung von Märkten und Technologien bedeutsamer werden. Der Schule kommt dabei die Aufgabe zu, die Potenziale jedes Einzelnen zu erkennen und umfassend zu fördern. Dazu sind grundlegendes Fachwissen sowie personale, soziale und methodische Kompetenzen systematisch und nachhaltig zu vermitteln.

SCHULEWIRTSCHAFT macht Wirtschaft begreifbar und vermittelt Wissen praxisorientiert

SCHULEWIRTSCHAFT hat sich zum Ziel gesetzt, den persönlichen und direkten Austausch zwischen Schulen und Unternehmen zu fördern und dauerhafte Kooperationen aufzubauen. In zahlreichen Projekten werden die theoretischen Grundlagen wirksam umgesetzt. Die Teilnehmer werden dabei vor Ort von Fachleuten beraten und begleitet. So erfahren die Schüler die wichtigsten ökonomischen Abläufe konkret und realitätsnah. Dies erleichtert Jugendlichen den Übergang von der Schule in die Berufs- und Arbeitswelt. Die einzelnen Angebote wenden sich an Lehrkräfte aller Schulformen und Jahrgangsstufen, Schulaufsicht , Referendare und Lehramtstudierende sowie an Schüler und deren Eltern.

Zu den Aktivitäten von SCHULEWIRTSCHAFT gehören

  • Initiierung und Begleitung von Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen
  • Realisierung von Projekten und Planspielen
  • Durchführung von Betriebserkundungen und Praktika für Schüler und Lehrkräfte
  • Qualifizierte Fortbildung von Lehrkräften und Schulleitungen
  • Unterstützung von Managementprozessen an Schulen
  • Organisation von Veranstaltungen und Seminaren
  • Entwicklung von Unterrichtsmaterialien
  • Bildung und Begleitung aktueller Arbeitsgruppen
  • Umsetzung von Forschungsvorhaben
  • Kontakte zu Ministerien, Behörden, Verbänden, Institutionen
  • Koordination der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Partnerschaft von Schule und Wirtschaft

Ein Prinzip von SCHULEWIRTSCHAFT ist Teamwork. Gemeinsam arbeiten und lernen die Teilnehmer in Arbeitskreisen und Projekten. Zum Konzept gehört genauso der "Dialog auf Augenhöhe" mit einer rücksichtsvollen, glaubwürdigen und gleichberechtigten Zusammenarbeit zweier Partner. Dies beinhaltet u.a.:

  • Verabredung dauerhafter Kooperationen
  • Eigenständigkeit von Schulen und Unternehmen
  • Freiwilligkeit und persönliches Engagement der einzelnen Personen und Gruppen
  • Prinzipien des gegenseitigen Respekts und wechselseitigen Vertrauens
  • Einbeziehung aller Schulformen
  • Orientierung an pädagogischen Zielen und schuldidaktischen Grundsätzen

Engagierte Mitwirkung der Beteiligten

Ohne das Engagement aller Akteure wäre eine solche Zusammenarbeit nicht möglich. Grundlage von SCHULEWIRTSCHAFT ist seit der Gründung die enge Kooperation der Ansprechpartner aus Schulen und Betrieben.

Getragen von diesem partnerschaftlichen Grundgedanken nehmen Schulen und Betriebe aus der Nachbarschaft Kontakt miteinander auf und bilden regionale Netzwerke. Die regionalen Arbeitskreise SCHULEWIRTSCHAFT verstehen sich als Koordinationsplattformen und Ideenschmieden. In einem offenen Austausch werden Informationen und Erfahrungen weitergegeben sowie Ziele und Projekte diskutiert und praktisch gemeinsame Lernprozesse erlebt.

Verantwortung in und für Schule - zusammengefasst

Eine qualifizierte Ausbildung ist der Schlüsselfaktor für die Zukunftsfähigkeit junger Menschen. Dafür tragen wir alle Verantwortung. Eine besondere Verantwortung kommt dabei den Schulen zu. Lehrkräfte sind die entscheidenden Vermittler von Grundkompetenzen und Basiswissen. Sie machen unsere Schüler fit für Leben und Beruf.

Viele Unternehmen engagieren sich seit langem in vielfältiger Weise und bieten den Lehrkräften persönliche Unterstützung an. SCHULEWIRTSCHAFT koordiniert diese Partnerschaften und organisiert erfolgreich die zahlreichen Aktivitäten.

SCHULEWIRTSCHAFT - über 60 Jahre Erfahrung

Der erste Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT entstand 1953. Die Bundesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT wurde 1965 gegründet. Seit 1976 wird sie vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) sowie der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) getragen. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Aktivitäten der Landesarbeitsgemeinschaften und Studienkreise in den einzelnen Bundesländern zu koordinieren. In einem bundesweiten Netzwerk von 15 Landesarbeitsgemeinschaften und Studienkreisen auf Länderebene werden rund 450 regionale Arbeitskreise mit über 22.000 ehrenamtlich Engagierten, darunter 3.800 Unternehmensvertreter, betreut.

Ihre Ansprechpartnerinnen sind:

Tina Raubenheimer
Telefon 0681 9 54 34-48
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Stephanie Vogel
Telefon 0681 9 54 34-36
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